Die große Überwachungslüge

24. März 2014, 16:09
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Ingrid Thurnher, freilich eine Eingeweihte, sprach vom "größten Rätsel in der Geschichte der zivilen Luftfahrt"

Verschwörungstheorien wirken durch hermetisch geschlossene Logik, in die Leute durch viel Tagesfreizeit oder exzessiven Cannabiskonsum hinein- und irgendwann nicht mehr herausfinden. Hier endlich die beste aller Theorien: Als immer weniger Menschen glaubten, dass Gott alles sieht und sich daher immer unanständiger aufführten, erfanden Medien und Regierungen die NSA.

Edward Snowden ist etwa in echt ein mittelmäßiger Improschauspieler namens Jack Dixon. Das Interview aus China wurde im Proberaum eines Off-Theaters in Seattle gedreht. Totalüberwachung von Telefonie und Internet? Wir hatten schon lange Zweifel, dass es Beamte gibt, die nächtelang Gespräche über Liebeskummer abhören oder hunderte E-Mails, die wir täglich erhalten, lesen können, ohne nach wenigen Tagen ein Burnout-Syndrom zu erleiden.

Jetzt ist alles aufgeflogen: Ein Flieger ist weg und niemand weiß was. Auch im ORF spielte man am Sonntagabend bei Im Zentrum eifrig mit, um zu decken, dass man keine Ahnung hat, was passiert, wenn ein Pilot und seine Crew beschließen, statt nach Peking irgendwohin an einen schönen Strand zu fliegen und zu urlauben wie Gott in Frankreich. (Das ist zumindest für die Hinterbliebenen eine tröstliche Theorie.)

Ingrid Thurnher, freilich eine Eingeweihte, sprach vom "größten Rätsel in der Geschichte der zivilen Luftfahrt". Ihre Gäste: alles Improschauspieler, die erfundene Berufe wie "Sicherheitsexperte" und sogar "Luftfahrtsjournalist" darstellten. Nur einer war echt: Niki Lauda. Der weiß von nichts. Aber die anderen eben auch nicht. Keine Spur von Flug MH370. Wir glauben das mit der Totalüberwachung nicht mehr. Nur Gott sieht alles. (Colette M. Schmidt, DER STANDARD, 25.3.2014)

Nachlese
Userforum zur ORF-Sendung "Im Zentrum" fragt: "Was geschah mit Flug MH 370?"

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