Facebook: Tierquäler-Video nicht unbedingt anstößig

24. März 2014, 15:37
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Kann auch als drastische Kritik verstanden werden

Auf Facebook macht derzeit ein Video die Runde, in dem ein Hund brutal gequält wird. Obwohl es bereits von mehreren Personen gemeldet wurde, erhält man von Facebook die automatische Rückmeldung, dass es sich dabei um keinen anstößigen Inhalt handle. Der Grund dafür: das Video kann auch als Kritik an solchen Handlungen aufgefasst werden. 

Auf Missstände aufmerksam machen

Die Facebook-Seite "Hayvanmodus" hat das Video mit dem Hinweis gepostet "Achtung! Achtung! Achtung! Bitte keine Likes, nur teilen. Mein Herz blutet." Dieser Kontext kann für Facebook bereits ausreichen, um ein Video nicht zu löschen, sagt ein Facebook-Sprecher zum WebStandard. So würden auch einige Tierschutzorganisationen oft mit drastischen Fotos und Videos auf Missstände aufmerksam machen.

Großes Team für Meldungen

Obwohl Meldungen bereits nach ein paar Minuten beantwortet werden, heißt das laut Facebook nicht, dass der Inhalt nicht von einer Person überprüft wird. In Dublin - Facebooks Hauptquartier in Europa - sei ein großes Team damit beschäftigt, solchen Meldungen nachzugehen. So sei es auch möglich, dass das besagte Video doch noch entfernt wird.

Versehentliche Sperren

Immer wieder passiert es auch, dass harmlose Inhalte versehentlich gelöscht und die Nutzer vorrübergehend gesperrt werden. So war im vergangenen Herbst etwa Schauspieler Jan Josef Liefers kurzfristig gesperrt worden, weil er ein "Tatort"-Foto mit einem geschlachteten Schwein veröffentlicht hatte. Bei einer Plattform mit einer Milliarde Nutzer sei es eben schwierig die Inhalte immer richtig zu beurteilen, heißt es seitens Facebook. (Birgit Riegler, derStandard.at, 24.3.2014)

  • Facebook erklärt, wieso nicht jeder anstößige Inhalt gelöscht wird.
    foto: epa/luong thai linh

    Facebook erklärt, wieso nicht jeder anstößige Inhalt gelöscht wird.

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