Jimmy Carter schreibt aus Angst vor Internet-Spionage lieber Briefe

4. November 2014, 09:11
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Früherer US-Präsident kritisiert eine "deregulierte Politik, die von eigenen Geheimdiensten missbraucht" wird

Aus Angst vor Spionage durch Geheimdienste meidet der frühere US-Präsident Jimmy Carter (1977-81) die Kommunikation über das Internet. Er verschicke lieber Briefe mit der Post anstatt E-Mails zu schreiben, sagte Carter am Sonntag in der Sendung "Meet the Press" des US-Fernsehsenders NBC. "Ich hatte das Gefühl, dass meine eigene Kommunikation möglicherweise überwacht wurde", sagte er.

Privat lieber per Post

"Und wenn ich mit einem ausländischen Staatenlenker auf private Art und Weise kommunizieren möchte, tippe ich oder schreibe ich per Hand einen Brief, bringe ihn zur Post und schicke ihn ab", fügte der Friedensnobelpreisträger Carter lachend hinzu. "Denn ich glaube, wenn ich eine E-Mail sende, wird sie ausgespäht."

"Von Geheimdiensten missbraucht"

Auf die Frage nach seiner Meinung zur Politik des amtierenden US-Präsidenten, seines demokratische Parteikollegen Barack Obama angesichts des Skandals um die weltumspannenden Aktivitäten des Geheimdienstes NSA, kritisierte Carter eine "extrem deregulierte" Politik, die "von unseren eigenen Geheimdiensten missbraucht" werde. (APA, derStandard.at, 24.3.2014)

  • Ex-Präsident Carter kritisiert Geheimdienste, privat schreibt er lieber Briefe als Emails
    foto: epa/lynn bo bo

    Ex-Präsident Carter kritisiert Geheimdienste, privat schreibt er lieber Briefe als Emails

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