Weiterhin "erhebliche" Lawinengefahr in Tirol

24. März 2014, 08:45
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Große Neuschneemengen verbunden mit Höhenwind ließen Gefahr ansteigen

Innsbruck - Die Lawinengefahr ist am Montag von den Experten in Tirol weiterhin als "erheblich" eingestuft worden. Zum Teil große Neuschneemengen verbunden mit Höhenwind ließen sie auf Stufe "3" der fünfteiligen Gefahrenskala ansteigen. In den besonderes neuschneereichen Regionen entlang des Alpenhauptkammes müsse oberhalb von etwa 2.500 Metern von einer "kritischen" Stufe "3" ausgegangen werden, hieß es.

Die Hauptgefahr gehe von frischen Triebschneeansammlungen aus, die vermehrt oberhalb der Waldgrenze in kammnahen Steilhängen beziehungsweise allgemein hinter Geländekanten anzutreffen seien. Es reiche bereits geringe Belastung aus, um Schneebrettlawinen auszulösen, warnten die Experten. Die Wahrscheinlichkeit einer Lawinenauslösung nehme mit ansteigender Seehöhe zu.

Langsamer Rückgang der Gefahr

Wintersportler sollten in ganz Tirol bei steilen Wiesenhängen auf Gleitschneelawinen achten. Zudem seien Lockerschneelawinen aus extrem steilem Gelände insbesondere dort zu erwarten, wo die Sonne zum Vorschein kommt. In den kommenden Tagen ist laut den Experten nur mit einem langsamen Rückgang der Lawinengefahr zu rechnen. 

Auch Vorarlberg betroffen

Der Neuschnee der vergangenen Tagen hat in Vorarlberg zu einem Anstieg der Lawinengefahr geführt. Die Landeswarnzentrale schätzte sie verbreitet als erheblich (Stufe 3) ein, oberhalb von 1.800 Metern lag die Lawinengefahr regional in Steillagen gar bei Stufe 4 "groß". Aktivitäten abseits der Pisten erforderten große Erfahrung in der Beurteilung der Schneedecke, hieß es seitens der Experten.

Bis Montag früh kamen in höheren Lagen nochmals 25 bis 55 Zentimeter Neuschnee hinzu, innerhalb der vergangenen 36 Stunden waren es insgesamt 60 bis 85 Zentimeter. Wegen des ungünstigen Aufbaus der Altschneeoberfläche sei die Verbindung schwach und störanfällig. Daher seien Schneebrett- und Lockerschneelawinen bei geringer Zusatzlast wahrscheinlich, so die Warnung. Aus sehr steilem Gelände könnte es auch spontane Abgänge geben. Unter Windeinfluss komme es zudem zu Verfrachtungen. Mit der prognostizierten Wetterbesserung ab Dienstag sollte die Lawinengefahr in tiefen und mittleren Lagen wieder etwas abnehmen. (APA, 24.3.2014)

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