Küberl gegen Verkleinerung des ORF-Stiftungsrates

23. März 2014, 16:45
14 Postings

Wichtige gesellschaftliche Bereiche aus dem höchsten ORF-Organ auszuschließen wäre ein Rückschritt in die Zeit vor dem Rundfunkvolksbegehren

Wien - Der Vertreter der katholischen Kirche in den ORF-"Räten", Franz Küberl, ist gegen eine Verkleinerung des ORF-Stiftungsrates mit der Konsequenz, dass nur mehr Parteien, Länder und Regierung die Aufsicht im ORF ausüben. Wichtige gesellschaftliche Bereiche aus dem höchsten ORF-Organ auszuschließen wäre ein Rückschritt in die Zeit vor dem Rundfunkvolksbegehren.

Das wäre "völlig verfehlt", sagte Küberl - der erst vor Kurzem von der Kirche erneut in den Publikumsrat entsandt wurde - am Sonntag in der Kathpress mit Blick auf die bevorstehende Reform des ORF-Gesetzes. Es sei ein "bewährter Grundsatz, wonach in den Aufsichtsgremien des ORF wichtige Stimmen der Gesellschaft repräsentiert sein müssen" - und "das mindeste, dass weiterhin Kultur, Wissenschaft und Religion durch eigenständige Stiftungsräte an der wirtschaftlichen Aufsicht und programmatischen Entwicklung des ORF mitwirken".

Kommende Woche soll im Nationalrat die vom Verfassungsgerichtshof gekippte Faxwahl zum ORF-Publikumsrat aus dem Gesetz gestrichen werden, verbunden mit einer Verkleinerung des Gremiums. Bisher gibt es sechs (per Fax) direkt gewählte Publikumsräte, von denen drei in den Stiftungsrat entsandt werden. Derzeit noch debattiert wird in der Koalition, ob der Publikumsrat also um sechs Personen verkleinert wird bzw. wer nun statt der direkt gewählten Publikumsräte in den Stiftungsrat kommt. (APA, 23.3.2014)

Zum Thema
Entscheidende Planspiele für den ORF - Mit welchen Plätzen im größten Medienkonzern SPÖ und ÖVP rechnen können - Zahlenspiele um die ORF-Räte als Grafik

  • Franz Küberl.
    foto: apa/roland schlager

    Franz Küberl.

Share if you care.