Marquez ist der Mann, den es zu schlagen gilt

23. März 2014, 14:11
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Auch in der neuen Saison der Motorrad-WM wird einem Vieles spanisch vorkomen

WANN GEHT'S LOS?

Am Sonntag in Losail/Katar, die drei Läufe beim einzigen Nachtrennen der Saison beginnen um 17.00 (Moto3), 18.20 (Moto2) und 20.00 Uhr MEZ (MotoGP). Nach Europa kommt die WM am 4. Mai (Jerez/Spanien).

GIBT ES NEUE STRECKEN?

Ja. Nach 15 Jahren wird wieder in Argentinien gefahren. Die Rennen werden am 27. April auf dem "Circuito Internacional Termas de Río Hondo" im Norden des Landes ausgetragen. Dafür ist Laguna Seca/USA weggefallen.

WAS GIBT ES SONST NEUES?

Nicht viel. In der MotoGP wurde die "Open Class" als Ersatz für die CRT-Kategorie eingeführt. Durch Vorteile gegenüber den Werksfahrern (mehr Sprit, mehr Motoren, weicherer Hinterreifen, kein Entwicklungsstopp) soll für mehr Spannung im Feld gesorgt werden. Überraschend hat Ducati gibt seinen Status als Werksteam aufgegeben und tritt nun in der "Open Class" an. Ducati hofft, durch diesen Schachzug nach den zuletzt über Jahre enttäuschenden Ergebnissen endlich wieder ganz vorne mitmischen zu können. Den nun können die Italiener über das Jahr zwölf statt fünf Motoren pro Fahrer zu verwenden. Dazu dürfen die Aggregate auch nach dem Saisonauftakt am 23. März in Katar weiterentwickelt werden, was den Werksteams nicht erlaubt ist. Den Open-Teams stehen pro Rennen außerdem vier Liter mehr Benzin und ein weicherer Hinterreifen zur Verfügung. Der Nachteil ist, dass in der "Open Class" eine vorgeschriebene Elektronik verwendet werden muss.

WER STARTET ALS WELTMEISTER?

Drei Spanier. Marc Márquez (MotoGP), der in die Königsklasse aufgestiegene Pol Espargaró (Moto2) und der in die Moto2 gewechselte Maverick Viñales (Moto3).

WER IST DER MOTOGP-FAVORIT?

Eindeutig Weltmeister Marc Márquez. Der 21-jährige Spanier hat im vergangenen Jahr in seiner ersten MotoGP-Saison direkt den Titel geholt und war zum Auftakt der Wintertests schon wieder extrem stark. Auch ein in der Vorbereitung erlittener Wadenbeinbruch sollte den Honda-Piloten nicht stoppen.

WEN MUSS ER FÜRCHTEN?

Landsmann Jorge Lorenzo (Yamaha) wird der härteste Konkurrent. Auch seinen Teamkollegen Dani Pedrosa, ebenfalls ein Spanier, muss Márquez auf der Rechnung haben. Sollte es ein anderer Fahrer schaffen, wäre das eine Überraschung. Dies gilt auch für den neunmaligen Champion Valentino Rossi (Italien/Yamaha).

WIE SIEHT ES IN DEN ANDEREN KLASSEN AUS?

In der Moto2 ist Esteve Rabat (Spanien) klarer Titelfavorit. In der Moto3 haben Jack Miller (Australien) und Romano Fenati (Italien) die besten Karten. (sid/red - 23.3. 2014)

  • Sollte Marc Márquez seinen Titel verteidigen, hielte sich die Überraschung in Grenzen.
    foto: apa/epa

    Sollte Marc Márquez seinen Titel verteidigen, hielte sich die Überraschung in Grenzen.

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