iPhone 5c: Apples "Flop" verkauft sich besser als Android-Flaggschiffe

23. März 2014, 11:36
584 Postings

Nach Rechnung eines Finanzbloggers - trotz deutlich geringerem Absatz als 5s vor Galaxy S4 und Windows Phones

Das iPhone 5c von Apple war bereits vor Erscheinen in aller Munde. Lange war über ein "Billig-iPhone" spekuliert worden, ehe der kalifornische Hersteller im vergangenen Herbst tatsächlich eine günstigere Fassung seiner neuesten Smartphone-Generation auf den Markt brachte. Diese unterschied sich äußerlich vor allem durch ihr Kunststoffgehäuse und auch in Sachen Hardware.

Der Preisunterschied zum Spitzenmodell, dem iPhone 5s, ist jedoch gering, was auch der Grund dafür sein dürfte, dass sich das Gerät wesentlich schlechter verkauft, als das Zugpferd. Letzten Berichten zufolge belaufen sich die Lagerbeständ des 5c mittlerweile auf drei Millionen Stück, obwohl die Produktion schon Ende 2013 zugunsten des 5s gedrosselt wurde. Möglicherweise als Reaktion darauf hat Apple das Smartphone nun auch in einer wiederum etwas billigeren Version mit acht Gigabyte Onboardspeicher aufgelegt.

Nummer zwei ab Start

Nun berichtet Apple Insider unter Verweis auf mehrere Quellen, dass die günstigere iPhone-Ausgabe eigentlich gar nicht so erfolglos sei, wie man vielleicht meinen könnte. So soll das Telefon immerhin nach dem Start gleich bei zwei der vier größten US-Mobildunker in der Kundennachfrage Platz 2 hinter dem 5s belegt und dabei auch Android-Flaggschiffe wie das Samsung Galaxy S4 hinter sich gelassen haben.

Konkret war das iPhone 5c im Monat nach dem Marktstart das zweitstärkste Smartphone bei AT&T und Verizon, wenngleich Samsungs Telefon bereits im November wieder bei allen vier Carriern diesen Rang wieder innehatte und das 5c auf den dritten Platz verwies. Zu beachten ist außerdem, dass das Galaxy S4 zu diesem Zeitpunkt bereits gut ein halbes Jahr auf dem Markt war.

Offenbar mehr iPhone 5c als Windows Phones verkauft

Interessant sind allerdings Zahlen, die sich der Finanz-Blogger J. M. Manness aus einer Reihe von Quellen errechnet hat. Laut seiner Kalkulation kommt Apple im Winterquartal auf insgesamt 51 Millionen verkaufte Smartphones – davon 31,9 Millionen iPhone 5s und 12,8 Millionen iPhone 5c. Die Daten errechnen sich aus der bekannten Geamtverkaufszahl, Zugriffsstatistiken, von Fiksu und Mixpanel gelieferten Statistiken zu Online-Zugriffen und einer (in den USA durchgeführten) Befragung von 500 Apple-Kunden.

In dieser Aufstellung liegt das 5c nicht nur vor dem Galaxy S4 (neun Millionen) oder dem LG G2 (2,3 Millionen), sondern auch vor der Gesamtheit an Blackberry-Telefonen (sechs Millionen) und Windows Phones (8,2 Millionen) im Vergleichszeitraum. Selbst wenn die Zahlen für das 5c zu optimistisch von den Analysten angelegt wurden, meint Manness, wäre es immer noch eines der erfolgreichsten Smartphones des letzten Jahres.

Der Eindruck eines "Flops" ist seiner Ansicht nach dadurch entstanden, dass Apple ein ausgewogeneres Verkaufsverhältnis zwischen beiden Modellen vorhergesagt und sich damit geirrt hatte - was auch die Lagerbestände erklärt.

Viele Android-User unter Käufern

Laut Daten von Kantar Research gingen rund die Hälfte aller verkauften iPhone 5c an Nutzer, die vormals ein Android-Phone hatten. Insbesondere sollen viele User von einem Samsung- oder LG-Telefon umgestiegen sein. (gpi, derStandard.at, 23.03.2014)

  • Obwohl sich das iPhone 5s um den Faktor 2,5 besser verkauft, dürfte das 5c eines der erfolgreichsten Smartphones 2013 gewesen sein.
    foto: janitors / cc-by 2.0 flic.kr/p/gmvsqn

    Obwohl sich das iPhone 5s um den Faktor 2,5 besser verkauft, dürfte das 5c eines der erfolgreichsten Smartphones 2013 gewesen sein.

Share if you care.