Waldbrand in Tirol: Einsatzleitung gab "Brand aus"

23. März 2014, 10:04
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Intensive Niederschläge führten zu Besserung der Situation - Einsatzzentrale und Infrastruktur blieben aber bis Montag an Ort und Stelle - Knapp 2.000 Hubschrauberflüge absolviert

Absam - Bei einem zunächst großflächigen Waldbrand oberhalb von Absam in Tirol ist am Sonntag "Brand aus" gegeben worden. "Die intensiven Niederschläge haben die Situation wesentlich verbessert", sagte der Einsatzleiter und Bürgermeister von Absam, Arno Guggenbichler. Bei einer Begutachtung sei im unteren Bereich des betroffenen Geländes keine Hitzeentwicklung mehr feststellbar gewesen.

"Daher gehen wir - in Absprache mit einem Meteorologen - davon aus, dass sich die Lage im oberen Bereich ebenfalls verbessert hat", sagte der Einsatzleiter. Allerdings bleibe das Gelände weiterhin unter Beobachtung. Vorerst sollten sowohl die Einsatzleitung als auch die Infrastruktur an Ort und Stelle "schlafend aktiv" bleiben. Beispielsweise werde das Grundgerüst der Lösch- und Zubringerleitungen bis auf Weiteres nicht abgebaut, erklärte Guggenbichler.

Am Montag soll das Gelände, sofern es das Wetter zulässt, mit einem Hubschrauber und einer Wärmebildkamera abgeflogen werden. "Erst dann werden wir entscheiden, ob die Infrastruktur komplett abgezogen werden kann", so der Bürgermeister.

2.000 Kontroll- und Löschflüge

Der Einsatzleiter zog auch eine erste Bilanz des Waldbrandes: Insgesamt standen seit Donnerstagvormittag rund 730 Feuerwehrmänner, 130 Soldaten, 55 Mitarbeiter des Roten Kreuzes, 60 Bergretter und 15 Polizisten im Einsatz. Acht Hubschrauber absolvierten knapp 2.000 Kontroll- und Löschflüge.

Der Waldbrand war Donnerstagvormittag über dem sogenannten Hochmadkopf oberhalb von Absam durch eine weggeworfenen Zigarette eines Wanderers ausgelöst worden und hatte sich in der Nacht auf Freitag auf eine Fläche von rund 50 Hektar ausgeweitet. Laut Experten ist der Schaden durch den Waldbrand enorm. Unter anderem wurden Lawinenverbauungen und Schutzwald vernichtet. Das genaue Ausmaß werde sich aber erst nach einer Bestandsaufnahme in den kommenden Wochen beurteilen lassen. (APA, 23.3.2014)

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