Kommunalwahlen: Stimmungstest für Staatschef Hollande

23. März 2014, 09:03
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Umfragen sehen Sozialisten als Wahlverlierer, aber auch die konservative UMP müsse mit Verlusten rechnen

Paris - In Frankreich hat am Sonntag die erste Runde der Kommunalwahlen begonnen. Das Votum in knapp 37.000 Städten und Gemeinden gilt auch als erster großer Stimmungstest für die sozialistische Regierung seit der Wahl von Präsident Francois Hollande vor zwei Jahren.

Wegen der andauernden Rekordarbeitslosigkeit und schlechter Wirtschaftswerte müssen die Sozialisten mit Verlusten rechnen. Auch die konservative UMP stand zuletzt wegen innerparteilicher Streitereien und Affären in der Kritik. Profitieren könnte davon die rechtsextreme Front National um Marine Le Pen.

Niedrige Wahlbeteiligung erwartet

Etwa 44,8 Millionen Wähler, darunter 281.000 in Frankreich lebende EU-Bürger, sind zur Abstimmung über 930.000 Kandidaten aufgerufen. Ein Rückgang wird bei der Wahlbeteiligung erwartet, sie lag bei der ersten Runde der Kommunalwahlen 2008 bei 66,5 Prozent.

Besonders interessant sind die Entscheidungen in großen Städten wie Paris oder Marseille. In der Hauptstadt konkurrieren mit der Sozialistin Anne Hidalgo und der konservativen Nathalie Kosciusko-Morizet zwei Frauen ums Bürgermeisteramt.

Nach französischem Kommunalwahlrecht gibt es einen zweiten Wahlgang am kommenden Sonntag, wenn im ersten Wahlgang keine Liste eine absolute Mehrheit erreicht. (APA, 23.3.2014)

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