"Kein Blitz aus heiterem Himmel"

22. März 2014, 21:58
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  • Salzburg - Wr. Neustadt

Roger Schmidt (Salzburg-Trainer): "Das (der Titel, Anm.) war ja nicht wie der Blitz aus heiterem Himmel, aber wenn man es vollbracht hat, ist es ein gutes Gefühl. Das wird immer etwas Besonderes bleiben. Die Rekorde sind mir im Moment nicht so wichtig. Entscheidend ist es, dass wir es zu Ende gebracht haben. Das Besondere an diesem Titel ist, wie wir gespielt haben. Deshalb bin ich sehr stolz, dass ich Trainer dieser Mannschaft bin."

Stefan Ilsanker (Salzburg-Mittelfeldspieler: "Heute haben wir noch einmal alles gezeigt, was wir auch in den letzten Runden gezeigt haben. Wir haben unglaublich schönen Offensivfußball gezeigt und wunderschöne fünf Tore geschossen. Ich habe eine ganz gute Saison gespielt, aber jeder von uns hat gut gespielt. Auch die, die reinkommen, sind gut, geben immer 100 Prozent. Heute wollen wir nicht mehr an Basel denken, heute sind wir glücklich."

Andreas Ulmer (Salzburg-Verteidiger, derzeit verletzt): "Man sieht die Freude in den Gesichtern, es macht richtig Spaß. Wir haben den Schwung aus der vergangenen Saison mitgenommen und waren sehr konstant, in der Meisterschaft und international. Jetzt wollen wir noch den einen oder anderen Rekord brechen und das Double holen. Wir legen uns die Latte selbst sehr hoch."

Ralf Rangnick (Salzburg-Sportdirektor): "Mit dieser Mannschaft Meister zu werden in Österreich ist jetzt nicht so etwas ganz besonderes, aber in der Art und Weise mit diesem Fußball schon. Die Mannschaft hat das zwölfte Spiel in Serie gewonnen und spielt im Vergleich zur Vorsaison nochmal einen anderen Fußball, das war eine deutliche Steigerung. Wenn man sich den internationalen Fußball anschaut, sind es wenige Teams, die so spielen (wie Salzburg, Anm.), aber die, die es so spielen, sind erfolgreich. Aber es geht natürlich darum, immer etwas zu verbessern. Denn auf Knopfdruck geht das nicht, das haben wir heute in der ersten Hälfte gesehen.

Der Donnerstag (EL-Aus gegen Basel, Anm.) war brutal. Das kann der Meistertitel nicht wettmachen. Jetzt geht es darum, dass wir es im Sommer schaffen, uns erstmals für die Champions League zu qualifizieren. Wenn die Mannschaft so zusammenbleibt, braucht es nur ein paar punktuelle Verstärkungen."

  • Rapid - WAC

Zoran Barisic (Trainer Rapid): "'Ausschlaggebend waren die drei Einwechslungen, die haben Linie ins Spiel gebracht. Wir wissen, dass wir uns steigern müssen, der Sieg war mehr erkämpft als erspielt. Wir hatten eine gute Anfangs- und Schlussphase, dazwischen war es aber mehr Kampf und Krampf."

Dietmar Kühbauer (Trainer WAC): "Rapid hat gut begonnen, ohne große Chancen zu haben. Wir waren zu unsicher im Spiel nach vorne. Zum Elfmeter will ich nichts sagen, es hat eh jeder gesehen. Wir hatten zwei große Chancen auf den Ausgleich, haben aber insgesamt zu wenig Mut gezeigt. Rapid wäre fällig gewesen."

  • Ried - Grödig

Michael Angerschmid (Trainer Ried): "Sicher war der Ausschluss die Schlüsselszene. Es war für mich zwar kein Torraub, doch viel schlimmer ist für mich, wie die Szene überhaupt entstanden ist. Wie wir nach einem weiten Pass nach vorne den Ball wieder schnell verlieren, das bringt mich regelrecht auf die Palme; wenn die Mannschaft Dinge anders umsetzt, als wir besprochen haben. Der Zug für die Europa League ist erst einmal abgefahren, wir müssen jetzt zunächst wieder Stabilität reinbringen."

Adi Hütter (Trainer Grödig): "Nach den letzten vier Runden war das heute ein Befreiungsschlag, ein wichtiger Sieg. Die Schlüsselszene war der Ausschluss nach der Pause, aus meiner Sicht eine harte Entscheidung und glücklich für uns. Doch man muss so seinen Schock des Gegners ausnutzen, und das hat meine Mannschaft gemacht und am Ende verdient gewonnen. Ein großes Kompliment an meine Mannschaft, die in einer Halbzeit vier Tore erzielt hat."

  • Sturm - Wacker

Darko Milanic (Sturm-Trainer): "Verdient gewonnen. Es war ein schweres Spiel, wir waren nicht so locker, wie man sein muss. Nach dem 1:0 haben wir mit Unterstützung der Fans dominiert. Es war schon ein sehr wichtiges Spiel, aber es sind auch nur drei Punkte. Ich bin lange genug im Geschäft, um zu wissen, wie schnell es im Fußball geht. Wir haben versucht, die Strategie zu wechseln. Wir spielen jetzt lange Bälle und versuchen, über den Kampf ins Spiel zu kommen. Wir haben nur eine Chance zu punkten, wenn wir sehr diszipliniert spielen. Ich habe auch heute viele Fehler v.a. in der Abwehr gesehen. Das heißt, dass weiterhin viel Arbeit wartet."

Marco Djuricin (Sturm-Doppeltorschütze): "Natürlich ist es für mich sehr schön. Ich konnte ein bisschen von dem zeigen, was ich kann. Die Mannschaft war heute kämpferisch super. Ich will nicht arrogant wirken, aber der Abstiegskampf war für mich nie ein Thema. Jetzt können wir nach oben schauen."

Michael Streiter (Innsbruck-Trainer): "Die erste Hälfte war ausgeglichen. Wir haben hinten raus gefährlich gespielt, aber nicht verstanden, aufzuschließen. Mit dem ersten schweren Fehler haben wir Sturm das 1:0 ermöglicht. Dann war ich sehr enttäuscht von meiner Mannschaft, weil kein Aufbäumen da war. Das ist das, was mich an der Niederlage am meisten schmerzt. Ich werde im Bus auf der Heimfahrt meine Gedanken ordnen, am Sonntag klärende Gespräche führen und versuchen, den Spielern bewusst zu machen, dass das Spiel gegen die Admira die letzte Chance ist, noch in die Nähe von Platz neun zu kommen."

Roman Wallner (Innsbruck-Torschütze): "Wir hatten Chancen in der ersten Hälfte. In unserer Situation müssen wir die nutzen. Es wird immer schwerer, aber so lange es rechnerisch möglich ist, werden wir dran glauben."

  • Admira - Austria Wien

Herbert Gager (Austria-Trainer): "Aufgrund der ersten Hälfte ist der Sieg nicht unverdient. Da haben wir nach dem ersten Abtasten doch einige gute Chancen kreiert und mit einer schönen Aktion das Tor geschossen. Wir haben gut verteidigt, die Admira hat keine zwingende Torchancen gehabt. Mit der ersten Hälfte war ich zufrieden, mit der zweiten nicht."

Richard Windbichler (Admira-Kapitän): "Das einzige, was heute nicht gepasst hat, ist das Ergebnis. Leider ist unsere Heimserie zu Ende gegangen, aber es gibt keinen Grund, die Köpfe hängen zu lassen. Wir haben vor allem in der zweiten Hälfte die Austria gut im Griff gehabt. Wir können viel Selbstvertrauen nach Innsbruck mitnehmen."

Walter Knaller (Admira-Trainer): "Die Austria hat vor der Pause viele Räume gehabt. Wir haben De Paula nicht in den Griff bekommen, daher war die Führung der Austria verdient. Dann haben wir reagiert und zumindest 40 Minuten in der zweiten Hälfte dominiert. Diesmal hat uns die Effektivität der vergangenen Spiele gefehlt. Man kann aber gegen die Austria verlieren. Ein Unentschieden wäre aber auch verdient gewesen."

Heinz Lindner (Austria-Tormann): "Mit meiner Leistung war ich heute sehr zufrieden. Ich hätte aber nicht geglaubt, dass wir so viele Chancen zulassen. Die Formkurve zeigt bei uns aber klar nach oben."

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