Chelsea feiert Wengers Jubiläum ausgiebig

22. März 2014, 16:23
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6:0-Kantersieg beim 1000. Spiel von Arsene Wenger als Arsenal-Coach - Rooney macht einen auf Soriano

Chelsea hat Arsene Wenger das 1000. Pflichtspiel mit Arsenal gehörig verdorben. Die Blues deklassierten die Gäste im Londoner Derby der englischen Fußball-Premier-League am Samstag mit 6:0 und haben im weiter engen Rennen um den Titel damit einen direkten Konkurrenten distanziert. Arsenal hat jetzt sieben Punkte Rückstand auf den Leader.

Bereits nach sieben Minuten lag Chelsea durch Tore von Samuel Eto'o (5.) und Andre Schürrle (7.) mit 2:0 voran. Nach einem Handspiel von Alex Oxlade-Chamberlain im eigenen Strafraum entschied Schiedsrichter Andre Marriner auf Elfmeter, verwies in Kieran Gibbs (15.) aber den falschen Spieler des Feldes. Eden Hazard verwandelte den Strafstoß (17.) sicher, die Partie war damit früh gelaufen.

Noch vor der Pause erhöhte Oscar vor 41.614 Zuschauern auf 4:0 (42.). Nach dem Wechsel trafen erneut der Brasilianer (66.) und Mohamed Salah (71.) zum 6:0-Endstand. Chelsea-Trainer Jose Mourinho ist damit auch nach elf Spielen gegen Wenger noch unbesiegt.

Diskussionen

Arsenal kassierte damit die höchste Niederlage seit einem 2:8 gegen Manchester United 2011, ausgerechnet in seinem 1.000 Spiel musste Arsene Wenger also eine seiner schlimmsten Pleiten einstecken. Der Franzose "schwänzte" daraufhin die obligatorische Pressekonferenz.

Zuvor äußerte er sich gegenüber der BBC über die Elfmetersituation. "Ich glaube, dass es ein Handspiel war, aber der Schiedsrichter hat es sicher nicht gesehen. Ich weiß nicht, wer den Schiedsrichter informiert hat, dass es ein Hands war", sagte Wenger. Sein Gegenüber nahm den Referee in Schutz. "Es waren viele Spieler im Strafraum. Von der Bank aus hat man es auch nicht sehen können, ein Assistent hat gemeint, es war Arteta, ein anderer Chamberlain. Aber egal, Elfmeter ist Elfmeter, und Rote Karte ist Rote Karte, nur das es den falschen Spieler getroffen hat", sagte Jose Mourinho.

Der Portugiese war überwältigt von der Leistung seiner Mannschaft. "Wir sind unglaublich gestartet. Nach sieben Minuten war das Spiel eigentlich schon entschieden. Wir waren zu stark für sie", resümierte Mourinho.

Liverpools starkes Comeback

Liverpool und Manchester City zogen später mit klaren Siegen gegen Nachzügler nach. Liverpool wahrte dank eines 6:3-Erfolgs beim Tabellen-Vorletzten Cardiff City Rang zwei mit vier Punkten Rückstand auf Chelsea, hat aber ein Spiel weniger ausgetragen. ManCity deklassierte Schlusslicht Fulham mit 5:0, löste Arsenal auf Rang drei ab und hat bei drei Partien weniger sechs Punkte Rückstand auf Chelsea.

Liverpool geriet in Cardiff zweimal in Rückstand, konnte sich aber einmal mehr auf seinen Top-Torjäger Luis Suarez verlassen. Der Stürmer aus Uruguay erzielte drei Treffer (16., 60., 96.) und führt mit nun 28 Treffern die Torschützenliste souverän an. Für die weiteren Tore der Reds sorgten Martin Skrtel (41., 54.) und Daniel Sturridge (75.), der mit 19 Saisontreffern die Nummer zwei der Premier League ist.

In Manchester erzielte Yaya Toure drei Treffer für die Citizens (26./Eflemter, 54./Elfmeter, 65.), dazu trafen Fernandinho (84.) und Martin Demichelis (88.). Sieben Runden vor dem Saisonende hat das von Felix Magath betreute Fulham weiterhin vier Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz. 

Rooney macht einen auf Soriano

Manchester United hat mit einem 2:0-Sieg bei West Ham United den Anschluss an die Europacupränge gewahrt. Ohne den verletzten Robin van Persie traf Wayne Rooney doppelt, Treffer eins (8.) mit einem Heber über West-Ham-Goalie Adrian aus rund 50 Metern wie Salzburgs Soriano gegen Ajax. Mit 212 Toren ist Rooney Dritter der ewigen ManU-Torschützenliste.

Bayern Münchens Viertelfinalgegner in der Champions League ist weiter Siebenter, zwei Punkte hinter Tottenham bzw. drei hinter Everton. Der Club aus Liverpool hat aber ein Spiel weniger ausgetragen. (APA, 22.03.2014)

  • Oscar und die bittere Pille.
    foto: apa/epa/arrizabalaga

    Oscar und die bittere Pille.

  • Tausend Mal berührt.
    foto: reuters/koegh

    Tausend Mal berührt.

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