Mutmaßliche FBI-Rechnungen von Microsoft veröffentlicht

22. März 2014, 15:40
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Geben Hinweis auf die Überwachungskosten der US-Behörde - Hackergruppe Syrian Electronic Army stellten Rechnungen ins Netz

Die Syrian Electronic Army (SEA) will laut eigenen Angaben ein E-Mail-Gespräch zwischen Microsoft und dem FBI abgefangen haben. Im Zentrum der Kommunikation stehen Rechnungen, die der IT-Konzern der Digital Intercept Technology Unit (DITU) für das Einsehen von Kundeninformationen stellt. Im Prinzip ist dies nicht ungewöhnlich, die mutmaßlichen Rechnungen veranschaulichen jedoch, wie oft das FBI bei Microsoft angefragt hat.

1451 Mal auf Kundendaten zugegriffen

So verlangt das IT-Unternehmen aus Redmond 100 Dollar pro Anfrage, im Dezember 2012 musste die DITU 145.100 Dollar bezahlen, was bedeutet, dass die Behörde insgesamt 1451 Mal auf die Kundendaten von Microsoft Zugriff hatte. Im August 2013 wurde der Preis auf 200 Dollar erhöht, die DITU griff in diesem Zeitraum 1761 Mal zu.

Dokumente sollen authentisch sein

Der Webseite Daily Dot zufolge sind die Dokumente authentisch, ein Microsoft-Mitarbeiter bestätigte die Existenz dieser Rechnungen. Von der DITU-Abteilung wurde in der Vergangenheit nur wenig vernommen, diese soll jedoch Daten von Internet-Unternehmen wie Yahoo und Google an die NSA weiterleiten.

Hackergruppe sorgte öfters für Schlagzeilen

Die SEA sorgte in der Vergangenheit öfters für Schlagzeilen, unter anderem dadurch, dass Skype gekapert oder die NY Times und Twitter von der Hackergruppe angegriffen wurde. Das Kollektiv soll außerdem dem syrischen Präsidenten Bashir al-Assad nahestehen. (red, derStandard.at, 22.03.2014)

  • Eine der veröffentlichten Rechnung aus dem Monat August. Hier verlangte Microsoft pro Anfrage 200 Dollar, was am Ende des Monats 352.200 US-Dollar einbrachte.
    foto: daily dot

    Eine der veröffentlichten Rechnung aus dem Monat August. Hier verlangte Microsoft pro Anfrage 200 Dollar, was am Ende des Monats 352.200 US-Dollar einbrachte.

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