Malediver bestätigten Regierung

23. März 2014, 09:46
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Die Volksvertretung hat zwar gesetzgeberische Verantwortung, weit mehr Macht hat aber der direkt gewählte Staatschef

Male - Bei der Parlamentswahl auf den Malediven zeichnet sich ein Sieg des Lagers von Präsident Abdulla Yameen ab. Seine Fortschrittspartei der Malediven (PPM) lag ersten in Ergebnissen vom Sonntag zufolge in 34 der 85 Wahlbezirke vorn, wie Medien berichteten. In 15 weiteren Bezirken lag demnach die mit der PPM verbündete Jumhooree-Partei (JP) in Führung. Das Endergebnis wurde noch für Sonntag erwartet.

Bei der Wahl vom Samstag hatte eigentlich die Maledivische Demokratische Partei (MDP) des früheren Staatschefs Mohamed Nasheed als Favorit gegolten. Sie lag den Angaben zufolge zuletzt aber nur in 24 Wahlbezirken vorn. Um die 85 Sitze im Parlament bewarben sich 302 Kandidaten. Die Volksvertretung hat zwar gesetzgeberische Verantwortung, weit mehr Macht hat aber der direkt gewählte Staatschef.

Schwierige Voraussetzungen

Die Abstimmung in dem von etwa 330.000 überwiegend sunnitischen Einwohnern bevölkerten südasiatischen Inselstaat fand unter schwierigen Voraussetzungen statt, verlief aber ruhig. Yameens Lager hatte eine Verschiebung der Abstimmung beantragt, nachdem die Spitzen der Wahlkommission Anfang des Monats gefeuert worden waren. Es gab jedoch keine rechtzeitige Gerichtsentscheidung über den Antrag.

Yameen wurde im November gewählt, doch verlief die Präsidentschaftswahl fünf Jahre nach Einführung des Mehrparteiensystems chaotisch. Die erste Runde, aus der Nasheed als Sieger hervorging, wurde vom Obersten Gericht für ungültig erklärt, ebenso wie zwei weitere Abstimmungen.

Da sie der Anordnung des Gerichts, einen weiteren Wahlgang zu verschieben, nicht nachkamen, wurden der Chef der Wahlkommission und sein Stellvertreter am 9. März abgesetzt. Der Kommission gehören daher statt fünf derzeit nur drei Mitglieder an. (APA, 23.3.2014)

  • Zwei Wählerinnen bei der Stimmabgabe in Male auf den Malediven.
    foto: ap photo/sinan hussain

    Zwei Wählerinnen bei der Stimmabgabe in Male auf den Malediven.

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