Obama traf Chefs von Google, Facebook und Co.

22. März 2014, 08:43
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US-Präsident versicherte den Firmenchefs, dass die Geheimdienstaktivitäten reformiert werden sollen

Washington/San Francisco - US-Präsident Barack Obama hat am Freitag bei einem Treffen mit den Chefs von Internet-Konzernen wie Google und Facebook über deren Unmut über die staatlichen Überwachungsprogramme gesprochen. Obama habe den Anwesenden versichert, dass die Regierung die Geheimdienst-Aktivitäten reformiere, damit Internetnutzer mehr Vertrauen in den Schutz ihrer Rechte haben können, erklärte das Präsidialamt. Weitere Inhalte der Gespräche wurden zunächst nicht bekannt. Facebook-Chef Mark Zuckerberg kritisierte jedoch nach dem Treffen, dass die versprochenen Reformen nicht weit genug gingen. Er forderte mehr Transparenz sowie einen umfassenderen Schutz der Bürgerrechte.

Die Einladung zu dem Treffen ging Insidern zufolge am 15. März ein und damit zwei Tage, nachdem Zuckerberg in einer vielgelesenen Internet-Erklärung seiner Frustration über die Ausspähungen Luft gemacht hatte. Insgesamt nahmen sechs Top-Manager an dem Treffen teil. Neben Zuckerberg und Google-Chef Eric Schmidt waren auch die Chefs des Videostream-Dienstes Netflix, der Speicherdienste Box und Dropbox sowie des auf die Datenauswertung spezialisierten Unternehmens Palantir Technologies bei dem Treffen anwesend. Die Chefs mehrerer anderer Unternehmen, darunter Yahoo und LinkedIn, konnten wegen Terminproblemen nicht daran teilnehmen, erklärten Insider. (Reuters, 22.3.2014)

  • Mark Zuckerberg, Chef von Facebook, bei seiner Ankunft im Weißen Haus.
    foto: epa/jim lo scalzo

    Mark Zuckerberg, Chef von Facebook, bei seiner Ankunft im Weißen Haus.

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