IPCC: Menschen, Tieren und Pflanzen sind überfordert

22. März 2014, 11:49
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Neuer Bericht soll am 31. März veröffentlicht werden

Berlin - Der Klimawandel überfordert die Anpassungsfähigkeit von Menschen, Tieren und Pflanzen in stärkerem Maße als bisher angenommen. Zu diesem Ergebnis kommen nach einem Bericht der Berliner "tageszeitung" Wissenschafter des Weltklimarats IPCC.

Das Blatt beruft sich auf den Entwurf der Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger zum Bericht der Arbeitsgruppe II des IPCC, die nach weiteren Beratungen am 31. März im japanischen Yokohama veröffentlicht werden soll. Bereits jetzt hätten sich weltweit die Lebensräume von Arten an Land und in den Ozeanen sowie die Wasserkreisläufe verändert, heißt es laut "taz" in dem Text. Die Produktion von Lebensmitteln werde dadurch ebenso beeinträchtigt wie die menschliche Gesundheit.

Weniger Nahrung, mehr Bedarf

In der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts sehen die Wissenschafter demnach vor allem Menschen in Küstenstädten und arme Bevölkerungsschichten mit "Tod, Verletzung und dem Verlust der Lebensgrundlage" bedroht. Es drohten Hitzestress und "systemische Risiken", wenn die Infrastruktur etwa durch Überschwemmungen oder Stürme zusammenbreche.

Erwartet wird demnach, dass der Klimawandel die mittleren Ernteerträge um bis zu zwei Prozent pro Dekade verringern wird. Zugleich werde aber die weltweite Nachfrage nach Lebensmitteln um 14 Prozent pro Jahrzehnt steigen. Auch globale Einkommensausfälle seien zu befürchten. (APA, derStandard.at, 22. 3. 2014)

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