Ein klassischer Showdown für den FC Barcelona

21. März 2014, 14:19
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Katalanen wollen gegen Real im spanischen Spiel der Spiele die Meisterschaft noch einmal spannend machen

Vor allem für den FC Barcelona steht am Sonntag (21.00 Uhr /live laola1.tv) im "Clasico" gegen Real Madrid weit mehr als nur das Prestige auf dem Spiel. Angesichts eines Rückstands von vier Punkten auf den Erzrivalen benötigt der spanische Fußball-Meister im Estadio Bernabeu dringend einen Sieg, um seriöse Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung zu haben.

Zuletzt befanden sich die Katalanen im Aufwind - dem Aufstieg ins Champions-League-Viertelfinale folgte am vergangenen Wochenende ein 7:0-Kantersieg über Osasuna. "Die Mannschaft ist konzentriert und zieht an einem Strang. In den wichtigen Partien haben wir uns immer stark präsentiert", gab sich Flügelspieler Pedro zuversichtlich.

Die Favoritenrolle

Allerdings musste der spanische Internationale auch eingestehen, dass die Madrilenen im Moment in bestechender Verfassung agieren. "Vielleicht ist Real leichter Favorit, doch in solchen Spielen gibt es eigentlich keinen Favoriten. Da kann alles passieren", erklärte Pedro.

Die Hoffnungen seiner Mannschaft ruhen einmal mehr auf dem wieder in Form kommenden Lionel Messi sowie auf dem zuletzt ebenfalls starken Andres Iniesta. Neymar jedoch konnte bisher seinen Vorschusslorbeeren nicht gerecht werden und dürfte nur auf der Bank Platz nehmen, auch wenn sich Trainer Gerardo Martino diesbezüglich nicht in die Karten blicken ließ.

Der Argentinier soll laut spanischen Medienberichten bereits vor dem Ende seiner ersten Saison im Camp Nou amtsmüde sein und wurde in den vergangenen Tagen mit dem argentinischen Teamchef-Posten nach der WM in Verbindung gebracht. Sein Real-Kollege Carlo Ancelotti hingegen sprüht vor Tatendrang. "Wir sind für den 'Clasico' gerüstet", meinte der Italiener nach dem souveränen Champions-League-Aufstieg gegen Schalke.

Trio mit sechs Füßen

Ancelotti gelang es nach dem Abgang von Jose Mourinho, aus einer zerstrittenen Mannschaft wieder eine Einheit zu formen, die auch spielerisch an alte Glanzzeiten des Clubs anschloss. Beweis dafür sind 31 Pflichtspiele in Folge ohne Niederlage seit dem 1:2 beim FC Barcelona im Oktober des Vorjahres. "Aber erst jetzt beginnt die entscheidende Phase in der Saison, in der Titel gewonnen und verloren werden. Deshalb müssen wir unser Level hoch halten", betonte Gareth Bale, der zuletzt mit Cristiano Ronaldo und Karim Benzema ein überragendes Angriffstrio bildete.

Benzema, der zuletzt gegen Schalke gefehlt hatte, wird fit sein. "Er hat heute mit der Mannschaft trainiert und keine Probleme gehabt", sagte Ancelotti nach der Einheit.

Damit hat er seine offensive Einserformation mit Cristiano Ronaldo, Gareth Bale und eben Benzema zur Verfügung. "Wir denken nicht über ein Unentschieden nach, weil wir den kleinen Vorteil des Heimspiels haben", sprach Ancelotti am Samstag Klartext.

Barcelona muss dagegen auf Carles Puyol verzichten. Der 35-jährige Abwehr-Routinier ist am Knie angeschlagen und soll erst nächste Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Dafür steht Coach Gerardo Martino mit Gerard Pique ein anderer Innenverteidiger zur Verfügung, der zuletzt beim 7:0 gegen Osasuna wegen Knöchelproblemen gefehlt hatte.

Unterdessen drückt Atletico dem FC Barcelona die Daumen - und das nicht nur aus Antipathie gegenüber dem Stadtrivalen. Sollte nämlich Barca in Madrid gewinnen, wäre Atletico mit einem Sieg bei Betis Sevilla neuer Tabellenführer. (APA, 21.03.2014)

  • Wohin geht die Reise?
    foto: ap/fernandez

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