Mord im Drogenrausch: Schuldspruch in Steyr bekämpft

21. März 2014, 10:59
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Staatsanwalt berief gegen Strafhöhe, Verteidiger meldete zudem Nichtigkeitsbeschwerde an

Steyr - Der Schuldspruch wegen Mordes und die Verurteilung zu 18 Jahren Haft für einen 26-jährigen Oberösterreicher wird am Landesgericht Steyr bekämpft. Der Staatsanwalt legte Berufung gegen die Strafhöhe ein, sie ist ihm zu gering. Der Verteidiger berief ebenfalls, sie ist ihm zu hoch. Obendrein kündigte er Nichtigkeitsbeschwerde an. Das gab das Landesgericht am Freitag auf APA-Anfrage bekannt.

Der Angeklagte soll im Sommer des Vorjahres eine Bekannte im Crystal-Meth-Rausch erdrosselt haben. Im Prozess am Montag fällten die Geschworenen ihren Schuldspruch einstimmig. Mit sieben zu einer Stimme entschieden sie obendrein, dass der 26-Jährige zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig war. Sie folgten damit der Ansicht des Staatsanwalts, der eindeutig den Tatbestand des Mordes erfüllt sah und eine langjährige Haftstrafe gefordert hatte.

Richter: Besonders grausame Tat

Der Verteidiger hielt hingegen bis zuletzt auch eine Rauschtat für möglich, auf die nur bis zu drei Jahre gestanden wären. Der Richter begründete das hohe Strafausmaß damit, dass die Tat besonders grausam gewesen sei. Mildernd wurden das Geständnis und der ordentliche Lebenswandel gewertet.

Durch das Einlegen von Rechtsmitteln innerhalb der gesetzlichen Frist ist das Urteil vom vergangenen Montag vorerst nicht rechtskräftig. Nun muss sich der Oberste Gerichtshof mit dem Fall befassen. (APA, 21.3.2014)

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