Europas Leitbörsen schließen fester

21. März 2014, 19:53
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Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen sind am Freitag einheitlich mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 erhöhte sich um 7,59 Einheiten oder 0,25 Prozent auf 3.096,49 Zähler. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand der sogenannte "Hexensabbat". Am diesem Tag laufen Terminkontrakte auf Aktien und Indizes an den Terminbörsen aus.

Gute Nachrichten gab es für den Euroraum. Der Überschuss in der Leistungsbilanz ist im Jänner auf einen Rekordwert gestiegen. Der Saldo stieg saisonbereinigt von 20,0 Mrd. Euro im Vormonat auf 25,3 Mrd. Euro, wie die Europäische Zentralbank mitteilte. Ebenso positiv waren die Industrieaufträge italienischer Unternehmen. Diese sind im Jänner so stark gestiegen wie seit Dezember 2010 nicht mehr. Das Auftragsvolumen hätte um 4,8 Prozent zugelegt, teilte die Statistikbehörde Istat mit. Allerdings wurde mit dem deutlichen Anstieg nur der starke Rückgang im Vormonat kompensiert.

Auch die Stimmung der Verbraucher in der Eurozone hat sich im März überraschend deutlich aufgehellt. Das Barometer für die Konsumlaune in den 18 Staaten stieg auf minus 9,3 von minus 12,7 Punkten, wie die EU-Kommission mitteilte.

Die Ratingagentur Standard & Poor's hat außerdem die niedrige Kreditwürdigkeit des Eurokrisenlandes Griechenland bestätigt. Die Bonitätsnote bleibe bei "B-", teilte Fitch mit. Der Ausblick für das Rating sei "stabil". Es werden also zunächst keine Herauf- oder Herabstufungen erwartet.

Branchenseitig waren vor allem Werte aus der Chemie und von Öl- und Gasproduzenten gesucht. Der Bausektor und Aktien von Versicherungen hingegen notierten am unteren Ende des Euro-Stoxx-50. An der Spitze der Gewinner des Stoxx-50 notierten Papiere des italienischen Energieversorgers ENI mit plus 2,33 Prozent.

Die Titel des Softwareriesen SAP gewannen 1,34 Prozent. Der Konzern umgarnt seine Investoren mit einer Anhebung der Dividende auf einen Euro pro Aktie und einer neuen Rechtsform. Künftig wollen die Kurpfälzer als europäische Aktiengesellschaft auftreten, wie das Unternehmen mitteilte. Die Umwandlung in eine Societas Europaea (SE) erleichtert SAP künftig die Organisation über Ländergrenzen hinweg.

Bei der AUA-Mutter Lufthansa ging es um 1,10Prozent bergab. Die Piloten haben im Tarifkonflikt mit der Airline fast einstimmig für einen Streik votiert. "Die Lufthansa muss ab sofort mit befristeten oder unbefristeten Streiks rechnen", sagte Ilona Ritter, Vorstandsmitglied der Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC).

Für Volvo-Aktien ging es um 1,39 Prozent nach oben. Der schwedische Autohersteller gibt dank der hohen Nachfrage in China Gas: Der Gewinn schnellte auch wegen Kosteneinsparungen 2013 auf umgerechnet 217 Mio. Euro in die Höhe, wie das Unternehmen mitteilte. Im Vorjahr waren es gerade einmal 7,5 Millionen. (APA, 21.3.2014)

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