Sarkozy vergleicht Ermittlungen gegen sich mit Stasi-Methoden

21. März 2014, 07:44
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Justiz lässt wegen Korruptionsverdachts Handys des Ex-Präsidenten abhören

Paris - Ex-Präsident Nicolas Sarkozy hat Ermittlungen der französischen Justiz gegen ihn mit Stasi-Methoden verglichen. In einem Artikel für die konservative Tageszeitung "Le Figaro" vom Freitag nahm der 59-Jährige zwei Tage vor der Kommunalwahl dazu Stellung, dass er von offiziellen Stellen abgehört wird.

Seit knapp zwei Wochen ist bekannt, dass die Justiz Sarkozys Mobiltelefone abhören lässt. Dabei geht es um angebliche Spenden, die Sarkozys Lager für den Präsidentschaftswahlkampf 2007 illegal aus Libyen erhalten haben könnte. Durch die Aktion ergaben sich auch Hinweise, Sarkozy könnte Kontakte aus seiner Amtszeit genutzt haben, um einem wichtigen Staatsanwalt einen Posten als Regierungsberater in Monaco zu beschaffen. Als Gegenleistung könnte der Jurist Egebnisse von Ermittlungen gegen Sarkozy verraten haben.

Sarkozy bestreitet die Vorwürfe. Jeder, der ihn anrufe, könne nun abgehört werden, empört er sich nun im "Figaro". Das sei weder ein Ausschnitt aus dem Stasi-Film "Das Leben der anderen" noch die Machenschaft eines Diktators irgendwo in der Welt. "Es handelt sich hier um Frankreich", so Sarkozy. (APA, 21.3.2014)

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