Kabul laut neuem ISAF-Kommandanten relativ sicher

21. August 2003, 14:09
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"Situation unter Kontrolle" - Kein Raketenangriff auf afghanische Hauptstadt seit März

Kabul - Der neue Kommandant der internationalen Schutztruppe für Afghanistan, Generalleutnant Götz Gliemeroth, hat die Lage in der Hauptstadt Kabul als relativ sicher beschrieben. Er könne jedoch nicht ausschließen, dass potenzielle Terroristen in die Stadt eingedrungen seien, sagte Gliemeroth am Mittwoch. "Unsere derzeitige Einschätzung ist jedoch, dass die Situation unter Kontrolle ist."

Verfassungsgebende Versammlung im Oktober

Die NATO hatte in der vergangenen Woche das Kommando der Schutztruppe (ISAF) von Deutschland und den Niederlanden übernommen. Gliemeroth erklärte, die Übernahme zeige, wie sich die NATO den neuen Herausforderungen der Welt anpasse. Die Mission der Friedenssoldaten bleibe jedoch gleich: die Sicherung Kabuls. Die Tatsache, dass es seit März keinen Raketenangriff in der Stadt mehr gegeben habe, zeige, dass sich die Lage verbessert habe. Im Oktober soll in Kabul eine verfassungsgebende Versammlung ihre Arbeit aufnehmen.

Der afghanische Präsident Hamid Karsai inspizierte unterdessen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen die Reparatur an einer wichtigen Verbindungsstraße südlich von Kabul. Die Arbeiten an dem Abschnitt von Kabul nach Kandahar begannen im November und sollen nach Karsais Angaben zum Jahresende abgeschlossen sein. Mit der Arbeit an dem Abschnitt von Kandahar nach Herat soll im Frühjahr begonnen werden. Die US-Regierung sagte 80 Millionen Dollar für die Bauarbeiten an der 1.200 Kilometer langen Strecke zu, Saudiarabien und Japan je 50 Millionen. Die Kosten wurden insgesamt auf 250 Millionen Dollar geschätzt. (APA/AP)

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    Kommandant Generalleutnant Götz Gliemeroth: "Unsere derzeitige Einschätzung ist jedoch, dass die Situation unter Kontrolle ist."

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