Wiener Sängerknaben und Ethno-Musik

Redaktion, 24. August 2003 23:17
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    Foto: apa/lukas beck

Das Seidenstraßen-Projekt bringt aus völkerkundlichen Forschungen stammende Musik in Originalsprachen

Wien - Zu einer musikalischen Reise entlang der Seidenstraße laden die Wiener Sängerknaben im Herbst. Auf einer Tournee, die ab 9. September unter anderem nach China und Südkorea führt, werden Lieder aus Ländern entlang der Seidenstraße in den Originalsprachen gesungen, begleitend wird getrommelt, geklatscht und getanzt.

Die Musik stammt aus ethnologischen Forschungen und wurde vom künstlerischen Leiter der Wiener Sängerknaben, Gerald Wirth, arrangiert. Die meisten Lieder lagen Wirth nur als Tonaufnahme vor, ihre Bandbreite reicht von Qawwali und Ghazal bis zu Feldschreien aus Tajikistan. Jedes Lied wird mit einer anderen Technik gesungen, hat seinen eigenen Klang: die Feldschreie sind echte Schreie.

Afghanistan-Ausstellung als Rahmen

Bildhauer Martin Mohr hat dazu ein trag- und faltbares Bühnenbild entworfen: eine große Karte der Seidenstraße, die sich in einen Basar verwandelt, Minarette und Kuppeln bildet und Zinnen aus Lehm mit Geiern und chinesischen Drachen. Jalousien geben bemalte Torwege frei, und zum Schluss entfaltet sich wie aus dem Nichts die chinesische Mauer. Die bunten Kostüme stammen aus der eigenen Kostümschneiderei des Knabenchors. Regisseurin Scheiner versteht das Projekt als eine Aufforderung für ein besseres Verständnis zwischen Menschen und Völkern.

Die Uraufführung und der Tournee-Auftakt finden am 6. September im Rahmen der Afghanistan-Ausstellung des Wiener Museums für Völkerkunde in einer geschlossenen Vorstellung statt.(APA)

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