Bilharziose bleibt Problem

25. August 2003, 11:44
posten

Mehr als eine Million Chinesen vom parasitären Wurm befallen - weitere 65 Millionen gefährdet

Peking- Mehr als eine Million Chinesen sind von einem parasitären Wurm befallen, der Blut und Leber schädigt und in einigen Fällen zum Tode führt. Weitere 65 Millionen Menschen seien von dem Parasiten bedroht, berichteten staatliche Medien am Mittwoch. Die als Bilharziose oder Schneckenfieber bekannte Krankheit habe sich in den vergangenen Jahren durch häufige Überschwemmungen dicht besiedelter Landstriche rasch ausgebreitet. Nach einem Hochwasser am Jangtse-Fluss vor fünf Jahren habe sich das durch Süßwasserschnecken als Wirtstiere verbreitete Leiden auf bis dahin noch nicht betroffene Gegenden ausgeweitet.

Besonders gefährdet sind Zeitungsberichten zufolge chronisch kranke Patienten, die sich leicht mit dem Parasiten infizieren. Das Leiden führt zu hohem Fieber, Gliederschwäche und Gelenksteife. Weltweit leiden nach Expertenangaben mehr als 200 Millionen Menschen an Bilharziose. Die Krankheitserreger dringen bei Kontakt mit kontaminiertem Wasser über die Haut des Menschen ein und wandern über Lymph- und Blutgefäße in die Leber. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Der Bilharziose-Wurm

Share if you care.