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Every business is a digital business

7. April 2014, 00:00

In Zukunft werden Unternehmen erfolgreich sein, wenn sie digital denken und auf neue Technologien setzen. Die Accenture Technology Vision 2014 hat sechs IT-Trends identifiziert.

Die Innovationskraft ist nicht mehr nur den kleinen, wendigen Start-Ups vorbehalten. Nun ziehen die großen Unternehmen nach und entwickeln sich zu Vorreitern der digitalen Wirtschaft. Sie verstehen es die Vorteile von Mobility, Datenanalyse und Cloud Computing zu nutzen. Der gesamte Vorstand muss die Auswirkungen neuer Technologien verstehen und mitgestalten, das ergab die Studie "Technology Vision 2014", für die Accenture sechs Trends definiert hat.

1. Digitale und physische Grenzen verschwimmen

Im Internet der Dinge kommunizieren Maschinen miteinander und Sensoren verbinden physische mit virtueller Welt. Unternehmen nutzen Daten in Echtzeit, um schneller auf Veränderungen auf den Märkten zu reagieren. Das Internet verändert Lebens- und Arbeitswelten. So haben Philips und Accenture den Einsatz von Google Glass im Krankenhaus vorgestellt. Ein Arzt mit der Datenbrille überwacht die Vitaldaten seines Patienten und kann gleichzeitig auf Entwicklungen bei einem chirurgischen Eingriff reagieren.

2. Grenzen zwischen Kunden und Belegschaft lösen sich auf 

Bisher haben Marketingabteilungen die Wünsche der Verbraucher erforscht. Künftig arbeiten Kunden direkt an Produkten mit, indem sie über Netzwerke ihre Ideen beisteuern. In Deutschland haben Firmen wie Tchibo Plattformen geschaffen, über die Kunden eigene Produktideen entwickeln. Crowdsourcing als neue Form der Mitarbeit zeigt großen Unternehmen, wo die neuen Trends entstehen.

3. Unternehmen integrieren Daten abteilungsübergreifend

Wie Accenture festgestellt hat, integriert nur jedes fünfte Unternehmen seine Daten über alle Abteilungen hinweg. Die Verwendung von Daten sollte nach dem Modell einer Lieferkette aufgebaut sein: Sie werden genutzt, geteilt und weiterverwendet; wie andere Produkte auch. So haben beispielsweise P&G und Accenture das Programm "Talent by Design Solution" aufgesetzt. Der Konsumgüterkonzern verfügt nun über ein durchgängiges Performance Management.

4. Hardware gewinnt neue Bedeutung

Der Bedarf an großen und schnellen Rechenzentren steigt. Im Zuge der Digitalisierung können große Unternehmen die Vorteile ihrer Hardware ausschöpfen: Wer Energieverbrauch, Prozessoren und die Architektur seiner Infrastruktur intelligent managt, kann Skaleneffekte nutzen und Kosten senken. Aufgrund der Digitalisierung ist Hardware zunehmend als Basis für künftiges Wachstum relevant.

5. App-Stores machen Software zur Kernkompetenz

Apps tragen immer mehr zum Wachstum eines Unternehmens bei. Bereits 54 Prozent der als besonders erfolgreich eingestuften IT-Abteilungen großer Unternehmen haben App-Stores eingeführt. Entscheider sind nun gefordert die Rollen bei der App-Entwicklung so zu gestalten, dass sie die Unternehmensziele unterstützen. Einer der Vorreiter dabei ist Japan Post Co. Das Unternehmen hat 15 Apps entwickelt, die den Anwendern Einblick in die Services und Produkte des Unternehmens geben. Dadurch erzielte Japan Post eine höhere Flexibilität bei sinkenden Kosten.

6. IT-Architektur 

Die Selbstverständlichkeit des "always on" erfordert Systeme, an denen Cyber-Attacken abprallen. Wie Unternehmen dabei vorgehen können, zeigt Netflix. Das Unternehmen arbeitet mit automatisierten Testing-Tools, greift sich ständig selbst an und beobachtet diese Angriffe genau.

"In Zukunft werden Unternehmen erfolgreich sein, die digital denken und zukunftsträchtige Technologien einsetzen, um neue Geschäftsmodelle und Geschäftsfelder zu erschließen", sagt Daniel Baur, Managing Director und Technologie-Experte von Accenture Österreich. Deshalb muss der gesamte Vorstand die Auswirkungen neuer Technologien auf bestehende Geschäftsmodelle verstehen und mitgestalten.

  • Accenture hat sechs IT-Trends indentifiziert
    abbildung: accenture

    Accenture hat sechs IT-Trends indentifiziert

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