Studie: Liebe geht durch den Magen

20. März 2014, 15:13
46 Postings

Die Mehrheit der Österreicher findet, dass man sich in einer Beziehung den Essgewohnheiten des Partners anpasst - Männer "profitieren" dabei stärker

Für 84 Prozent der Österreicher ist gesunde Ernährung wichtig bis sehr wichtig - und zwar unabhängig davon, ob sie alleinstehend oder in einer Partnerschaft sind. Vor allem Frauen legen dabei großen Wert auf ausgeglichene Ernährung, tun sich in einer Partnerschaft allerdings oftmals schwer, das auch "durchzuziehen". Das ergab eine repräsentative Studie im Auftrag der Partnerbörse Parship, bei der im Dezember und Jänner mehr als 1.000 Österreicher zwischen 18 und 69 Jahren befragt wurden. 

Gegenseitige Beeinflussung

83 Prozent der Österreicher sind demnach der Meinung, dass man sich in einer Beziehung den Essgewohnheiten des Partners anpasst - Männer "profitieren" dabei am meisten. Knapp ein Drittel gibt an, sich zu zweit gesünder zu ernähren als alleine. Umgekehrt sagen jedoch fast doppelt so viele Frauen wie Männer, dass sie sich in einer Partnerschaft ungesünder ernähren. Demnach sind auch mehr Männer (80 Prozent) als Frauen (72 Prozent) der Meinung, dass es sich im Team mit dem Partner besser abnehmen lässt.

"In einer Partnerschaft beeinflussen wir einander bewusst wie unbewusst - auch was die Ernährung betrifft", sagt Psychologin Caroline Erb. Beim gemeinsamen Essen habe man allerdings das Gefühl, dass Männer "besser aussteigen", Frauen hingegen ihre eigene Ansprüche in puncto ausgeglichener Ess-Gewohnheiten eher herunterschrauben und die eigene Kalorienaufnahme jener des Partners anpassen."Andererseits ist gegen die geteilte Packung Chips auf der Couch oder der "Fleisch-statt-Gemüse-Dinner-Variante" nichts einzuwenden, solange es nicht zur Gewohnheit wird bzw. man mit gemeinsamen sportlichen Aktivitäten dagegensteuert", sagt Erb.

"Partnerschaftliche Auszeit" am Herd

Mehr als ein Drittel der Österreicher kocht am liebsten zu zweit, vor allem Männer (knapp 50 Prozent) stehen gerne gemeinsam mit ihrer Partnerin am Herd - dafür kann sich allerdings nur ein Viertel der Damenwelt "erwärmen": 44 Prozent der befragten Frauen kochen am liebsten alleine, ihnen stehen nur 32 Prozent männliche "Koch-Solisten" gegenüber. "Das Zubereiten von Mahlzeiten ist in vielen Beziehungen noch immer Frauensache, da lässt sich die Damenwelt auch eher ungern dreinreden. Für viele ist das Kochen eine willkommene partnerschaftliche Auszeit, dafür schmeckt dann das gemeinsame Essen wieder umso besser", sagt Erb. (red, derStandard.at, 20.3.2014)

  • ""Das Zubereiten von Mahlzeiten ist in vielen Beziehungen noch immer Frauensache, da lässt sich die Damenwelt auch eher ungern dreinreden", sagt Psychologin Caroline Erb.
    foto: dpa-zentralbild/jens kalaene

    ""Das Zubereiten von Mahlzeiten ist in vielen Beziehungen noch immer Frauensache, da lässt sich die Damenwelt auch eher ungern dreinreden", sagt Psychologin Caroline Erb.

Share if you care.