CO2-Ausstoß: Fokus aufs Getriebe

Kolumne23. März 2014, 17:10
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Automatikschalter haben viel, Auspuffgase wenig Potenzial für Einsparungen

Am Institut für Kraftfahrzeuge der Universität Aachen wurde das Potenzial zur Reduzierung der CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 ermittelt. Daraus ist sehr schön zu erkennen, dass vor allem in der Optimierung des Antriebsstrangs noch erhebliches Potenzial steckt, um den Verbrauch der Fahrzeuge zu verringern, während aufseiten der Fahrwiderstände nur wenig Spielraum zu deren Senkung besteht.

Eine signifikante Verringerung des Verbrauchs und damit des CO2-Ausstoßes über die Fahrwiderstände ist eigentlich nur durch eine weitere Reduzierung des Gewichts möglich, nämlich an die zehn Prozent. Maßnahmen in Sachen Luft- und Rollwiderstand scheinen mit jeweils zwei Prozent hingegen ziemlich ausgereizt. 

Schwierige Wärmerückgewinnung

Am wenigsten Hoffnung für Verbesserungen besteht dort, wo am meisten verlorengeht, nämlich bei der Rückgewinnung von Wärmeenergie aus den Auspuffgasen. Dort gehen nämlich fast 40 Prozent der zugeführten Energie verloren, und nur etwa zwei Prozent lassen sich etwa durch einen thermoelektrischen Generator zurückgewinnen.

Deshalb liegt der Fokus der Entwicklungen neben dem Motor (Downsizing) immer noch auf dem Getriebe, was im Erscheinen immer neuer Getriebegenerationen bestätigt wird. 

Großes Einsparpotenzial

Bei schweren Personenwagen liegt in der Automatisierung des Schaltvorgangs noch erhebliches Energieeinsparungspotenzial. So versprechen stufenlose CVT-Getriebe bis 2020 etwa fünf Prozent, Doppelkupplungsgetriebe neun Prozent und Wandlerautomatik-Systeme mit einer Gangzahl von sieben bis neun Gängen immerhin sieben Prozent. (Rudolf Skarics, DER STANDARD, 21.3.2014)

  • Das handschmeichlerische Ding im Mittelblock verweist auf eine technische Komponente, der noch erhebliches Sparpotenzial nachgesagt wird.
    foto: porsche

    Das handschmeichlerische Ding im Mittelblock verweist auf eine technische Komponente, der noch erhebliches Sparpotenzial nachgesagt wird.

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