Libyen bittet UN um Hilfe in "Krieg gegen Terror"

20. März 2014, 11:37
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Rebellen bringen mehrere große Ölhäfen unter ihre Kontrolle gebracht

Tripolis - Die libysche Übergangsregierung hat die Vereinten Nationen in einem dramatischen Appell um Unterstützung im Kampf gegen Aufständische im Land gebeten. Terroristische Gruppen hätten mehreren Städten den Krieg erklärt, befand die Regierung am Mittwoch.

Die internationale Gemeinschaft und insbesondere die UN sollten dabei helfen, diesen "Terrorismus" zu bekämpfen. "Die Regierung bestätigt, dass dieser Krieg gegen den Terror und seine Verbrechen so bald wie möglich beginnen soll."

Wie die Unterstützung konkret aussehen soll, erläuterte die Regierung nicht. Die Sicherheitslage in dem Land hat sich in den vergangenen Monaten dramatisch verschlechtert. Rebellen haben mehrere große Ölhäfen unter ihre Kontrolle gebracht, so auch in Sirte.

Dort und in Benghazi im Osten Libyens kam es zuletzt zu einer Welle von Bombenanschlägen und Attentaten sowie Kämpfen zwischen regierungstreuen Kräften und Rebellenmilizen. Der Konflikt zeigt, wie schwer es der Regierung auch fast drei Jahre nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar Gaddafi fällt, das Land in stabile Bahnen zu lenken. (APA, 20.3.2014)

  • 18. März 2014: Aufständische unter dem Kommando Ibrahim Jathrans blockeiren die Zufahrt zum Ölfeld al-Ghani, südlich von Ras Lanuf
    foto: reuters

    18. März 2014: Aufständische unter dem Kommando Ibrahim Jathrans blockeiren die Zufahrt zum Ölfeld al-Ghani, südlich von Ras Lanuf

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