Lizenzentzugsverfahren gegen EVN

19. März 2014, 16:16
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Wien/Maria Enzersdorf - Der staatliche bulgarische Energieregulator SEWRC hat gegen die niederösterreichische EVN sowie gegen die tschechischen Energiekonzerne CEZ und Energo-Pro Verfahren zum Entzug ihrer Lizenzen für die Stromversorgung in Bulgarien gestartet. Das berichtet die bulgarische Nachrichtenagentur BTA am Mittwoch.

Der Regulator hatte von den drei ausländischen Unternehmen ultimativ verlangt, bis Dienstag insgesamt 318 Mio. Lewa (162,59 Mio. Euro) an die staatliche Stromgesellschaft NEK zu überweisen. Die Unternehmen hatten sich geweigert und nur kleinere Beträge als Liquiditätshilfe für NEK überwiesen. EVN, CEZ und Energo-Pro argumentieren, sie hätten Vorleistungen für die Finanzierung fixer Einspeisetarife für Ökostrom-Erzeuger erbracht, dieses Geld aber nicht ersetzt bekommen. Daher hätten sie die entsprechenden Beträge von ihren Verbindlichkeiten gegenüber NEK abgezogen.

NEK beziffert die Forderungen gegenüber dem ausländischen Stromversorgern inzwischen mit insgesamt 347,6 Mio. Lewa - davon entfallen 216,6 Mio. Lewa (110,75 Mio. Euro) auf die EVN, 67,3 Mio. Lewa auf CEZ und 63,7 Mio. Lewa auf Energo-Pro. Der Regulator gibt den Unternehmen nun sieben Tage Zeit zu bezahlen und 14 Tage, um schriftlich zur Einleitung der Lizenzentzugsverfahren Stellung zu nehmen, berichtet BTA.

Die EVN hat dem Bericht zufolge nach eigenen Angaben 104 Mio. Lewa zurückgehalten, die sie an NEK bezahlen hätte sollen. Ihre darüber hinausgehenden Forderungen gegenüber NEK beziffert die EVN mit 144 Mio. Lewa. (APA, 19.3.2014)

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