Ägyptens Polizei geht gegen mutmaßliche Terroristen vor

19. März 2014, 15:48
1 Posting

Sieben Tote bei Razzia - Auch Militärangehörige unter den Opfern

Kairo - Bei einer Razzia der Polizei gegen mutmaßliche Terroristen sind in Ägypten sieben Menschen getötet worden. Nach Angaben der staatlichen Medien handelt es sich bei den Toten um fünf "Terroristen", einen General und einen Oberst.

Bei der Razzia in Al-Kanatir al-Khairiya nordwestlich von Kairo sollen am Mittwoch mehrere Fässer mit Sprengstoff sichergestellt worden sein. Seit dem Sturz von Präsident Mohammed Morsi durch die Armee 2013 haben die Spannungen zugenommen. Die Regierung bezeichnet inzwischen nicht nur die "Jihadisten" im Norden der Sinai-Halbinsel als "Terroristen", sondern auch Mitglieder der Muslimbruderschaft.

14-Jähriger getötet

Bei Zusammenstößen zwischen Islamisten und Sicherheitskräften ist am Mittwoch im Süden von Kairo ein Jugendlicher getötet worden. Der 14-Jährige starb an den Folgen von Verletzungen, die ihm Gummigeschosse zugefügt hatten, wie das Nachrichtenportal "ahram" unter Berufung auf Krankenhausärzte berichtete.

Anhänger des im Juli 2013 gestürzten Präsidenten Mohammed Morsi hatten vor der Universität in Beni Sueif, 120 Kilometer südlich von Kairo, gegen das "Coup-Regime" demonstriert.

Eine ähnliche Kundgebung von islamistischen Studenten vor der Universität Kairo lösten die Sicherheitskräfte am selben Tag mit Tränengas auf. Die Behörden in Ägypten lassen Kundgebungen nur zu, wenn sie vorher von der Polizei genehmigt wurden. Islamisten haben keine Chance, eine solche Erlaubnis zu erhalten. Die Muslimbruderschaft, aus der Mursi kommt, ist als Terrororganisation eingestuft. Ihre Führer, unter ihnen Morsi, sind bis auf wenige Ausnahmen inhaftiert. (APA, 19.3.2014)

Share if you care.