Europas Leitbörsen uneinheitlich und wenig verändert

19. März 2014, 18:52
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Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch uneinheitlich und wenig verändert aus dem Handel gegangen. Eine abwartende Haltung der Akteure vor den anstehenden geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank und weiteren Meldungen zum Krim-Konflikt sorgten für wenig Kursbewegung. Der Euro-Stoxx-50 verbesserte sich um moderate 0,08 Prozent auf 3.076,36 Zähler.

Die Märkte seien nach der jüngsten Erholung auf der Stelle getreten und viele hätten auf die Ergebnisse der US-Notenbanksitzung gewartet, hieß es aus dem Handel. Der Markt rechne mit einer planmäßigen Drosselung der Anleihenkäufe der Fed um weitere 10 Milliarden Dollar, jegliche Abweichung würde neue Bewegung bringen. Mit besonderer Spannung werde die erste Pressekonferenz der Notenbankchefin Janet Yellen mit ihren Erläuterungen zum Zinsversprechen erwartet. Die Sorgen um die Spannungen in der Ukraine ebbten zudem etwas ab.

In einer Branchenbetrachtung zeigte sich der Automobilsektor als stärkste Gruppe. Für gute Stimmung sorgte hier BMW. Die Aktien des bayrischen Autobauers sprangen mit einem optimistischen Ausblick für das Jahr 2014 um 7,28 Prozent in die Höhe. Vor allem die Aussicht auf einen "deutlich" höheren Vorsteuergewinn als im Vorjahr beflügelten die BMW-Anteilsscheine.

Die europäische Bauindustrie fand sich hingegen im Minusbereich. Hier belasteten die Papiere von HeidelbergCement nach Zahlen sowie die Titel von Bouygues. Der französische Mischkonzern steht unter verschärfter Beobachtung der Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P), die eine Abstufung der Kreditwürdigkeit des Unternehmens prüft, die Aktien verloren 1,81 Prozent. HeidelbergCement-Titel fielen 1,78 Prozent.

Bei den Einzelwerten ragten nach Zahlen neben BMW-Aktien die Titel von Inditex mit einem Kursaufschlag von 4,85 Prozent positiv heraus. In den ersten sechs Wochen des laufenden Geschäftsjahres 2014/2015 legte der Verkauf in den Filialen der Zara-Mutter in den jeweiligen Landeswährungen um zwölf Prozent zu.

Die Fluggesellschaft Air Berlin verschiebt wegen wichtiger Verhandlungen überraschend ihre Bilanzvorlage. Bei den laufenden Gesprächen gehe es um "Handlungsoptionen, die im Fall ihrer Umsetzung einen wesentlichen Einfluss auf die Gesellschaft haben werden", teilte Deutschlands zweitgrößte Fluglinie mit. Die für diesen Donnerstag angesetzte Vorlage der Jahresbilanz für 2013 werde daher um eine Woche auf den 27. März verschoben. Die Air-Berlin-Aktie schoss nach den Nachrichten um massive 14,75 Prozent nach oben.

Papiere von BAE Systems gewannen in London 1,40 Prozent, nachdem der Rüstungskonzern mehr Aktien zurückkaufen will. Barclays kletterten 2,31 Prozent hoch. Die Bank will laut Medienberichten ihr Geschäft für Index- und Portfolioberechnungen verkaufen. (APA, 19.3.2014)

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