Ein olympisches Gelage und kein Ende

18. März 2014, 14:15
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Teamspieler Robert Lukas droht: Kein weiterer Einsatz, wenn Namen der Betroffenen des Skandals von Sotschi nicht genannt werden

Eishockey-Profi Robert Lukas vermisst weitere Konsequenzen des Verbandes gegen jene Spieler, die in Sotschi vor einem wichtigen Match zu ausufernd gefeiert hatten. Sollte sich daran nichts ändern und die Namen der Betroffenen nicht genannt werden, stehe er dem ÖEHV-Team nicht mehr zur Verfügung, erklärte Lukas und bestätigte einen Bericht der "Oberösterreichischen Nachrichten".

Das ÖEHV-Präsidium hatte am Montag mehrheitlich entschieden, die Namen der sieben betroffenen Spieler nicht zu nennen, und gegen diese die Zahlung einer Buße in ungenannter Höhe zugunsten eines Nachwuchsprojektes verhängt.

"Leute, die quasi das Land verraten haben"

Der 173-fache Teamspieler Lukas macht nun seine weitere Nationalteam-Karriere von der Nennung der Namen abhängig. "Ich sehe mich nicht in der Lage, einen Verband zu unterstützen, der Leute schützt, die quasi das Land verraten haben", sagte der Verteidiger des EBEL-Halbfinalisten Black Wings Linz. Er habe diesbezüglich auch mit zwei Verbandsvertretern gesprochen.

Der 35-Jährige würde bei den kommenden Weltmeisterschaften in Südkorea zum Stamm des Teams zählen und sähe sich auch darüber hinaus als Kandidat. "Solange ich in der Lage bin und gebraucht werde, unterstütze ich das Team. Aber ich bin persönlich enttäuscht. Wenn sich nichts ändert, stehe ich zum Rücktritt aus dem Nationalteam." (APA, 18.3.2014)

  • Robert Lukas nüchtern am Eis von Sotschi.
    foto: apa/ap/humphrey

    Robert Lukas nüchtern am Eis von Sotschi.

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