Die verschleppte Insolvenz der Hypo

17. März 2014, 21:38
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Offenbar war es für ein deutsches Wochenmagazin zu spät, Spindeleggers Schwenk vom Freitag noch einzubauen

Angesichts der von der Kärntner Hypo Alpe Adria verursachten Milliardenkosten kann einem leicht schwummrig werden. Selbst dem Finanzminister. So ließe sich vielleicht erklären, warum wenige Tage nach dem Nein zu einer Pleite und dem Ja zu einer Hypo-Abbaubank plötzlich wieder das böse Insolvenz-Wort die Runde macht. Diese sei ein "mögliches Szenario", sagte Finanzminister Michael Spindelegger der deutschen Wirtschaftswoche. In dem Interview räumt der Vizekanzler auch ein, dass man in puncto Abbaubank ohne die Zustimmung von Bayern "gar nichts machen" könne.

Hat Spindelegger bei der Freigabe darauf vergessen, die gewissermaßen verschleppte Insolvenz aus der Welt zu schaffen? Nein, wird nun versichert. Das Magazin sei beim Umkehrschwung zur Bad Bank einfach schon gedruckt gewesen. In jedem Fall gilt für die Gläubigerbevorzugung die Unschuldsvermutung. (as, DER STANDARD, 18.3.2014)

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