Kein Hü und Hott bei den Vienna Capitals

17. März 2014, 17:32
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Erste Konsequenz nach dem Aus in der Eishockeyliga: Urlaub für Präsident Schmid

Wien - Die Erste Bank Eishockeyliga harrt der Vervollständigung des Halbfinalquartetts, das ab Sonntag um die Finalplätze spielt. Etwas überraschend lässt Salzburg noch auf sich warten. Das beste Team nach der Zwischenrunde muss gegen Dornbirn nachsitzen. Am Dienstag steigt im Ländle das sechste Match der Serie "Best of seven" (19.15, Servus TV), der Favorit könnte den Sack nach dem 6:3-Heimerfolg vom Sonntag mit dem vierten Sieg schließen.

Das beste Team des Grunddurchgangs hat sich schon verabschiedet - die Vienna Capitals mit 1:4 gegen den VSV. Für Präsident Hans Schmid war das Scheitern keine große Überraschung mehr. Schon der Fall vom ersten auf den dritten Platz in der Zwischenrunde ließ ihn Böses ahnen. "Wir haben permanent abgebaut, ich bin also nicht aus allen Wolken gefallen", sagt der 73-jährige Unternehmer. Vor der finalen 2:4-Heimniederlage nach Konsequenzen im Falle des Scheiterns gefragt, hatte Schmid nur verraten, dass er sich dann einen Urlaub gönnen werde. "Sonst hätte ich ja nicht weggekonnt. Ich bin ja bei fast allen Spielen in der Halle."

Unmittelbar nach der Niederlage gab es dann für Schmid noch wenig zu sagen, "weil eine Hü-und-hott-Politik schlecht wäre." Für Donnerstagnachmittag sei ein Meeting mit den Verantwortlichen, zuvörderst mit Trainer Tommy Samuelsson anberaumt.

Schmid pflegt sich in sportliche Belange nicht einzumischen, hätte aber für das Viertelfinale Linz gewählt, weil der VSV wie auch der KAC ein bekannt starkes Playoff-Team sei. Gegen die Klagenfurter hatten die Wiener im Vorjahr die Finalserie 0:4 verloren.

Positive Seiten kann Schmid der nun abrupt beendeten Capitals-Saison schon abgewinnen. Die Investionen in den Nachwuchs trügen langsam Früchte ("Wir sind mit der U15 Meister"). Und die Zuseher kämen zu den Caps, wenn auch wegen des durch Olympia gedrängten Programms, starker fußballerischer Konkurrenz sowie wegen des frühen Aus diesmal nicht ganz so zahlreich, wie in der Vorsaison. "Da hatten wir 202.000 Leute, sensationell." (Sigi Lützow, DER STANDARD, 18.3.2014)

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