Flug MH370: Letzter Funkspruch stammt vermutlich vom Kopiloten

17. März 2014, 16:17
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Chinas Premier machte telefonisch Druck - Malaysia solle verlässliche Daten bereitstellen

Kuala Lumpur/Peking - Nach neuen Angaben zum Verschwinden des Fluges MH370 hat Chinas Ministerpräsident den malaysischen Premier am Telefon in die Pflicht genommen. Die Ermittler müssten umfassendere Details und verlässliche Daten bereitstellen, habe Li Keqiang seinem Amtskollegen Najib Razak aus Kuala Lumpur gesagt, berichteten die Abendnachrichten des Staatssenders CCTV am Montag.

Er hoffe, Malaysia werde den Fokus seiner Suchaktion so schnell wie möglich genau mitteilen, sagte Li Keqiang den Angaben zufolge. Zuvor hatte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua die malaysischen Behörden scharf attackiert. Das Passagierflugzeug mit 239 Menschen an Bord war am 8. März auf dem Weg nach Peking verschollen. Etwa zwei Drittel der Passagiere sind Chinesen.

"Alright, good night"

Der letzte Funkspruch aus dem Cockpit der verschwundenen Malaysia Airlines-Maschine stammte nach neuesten Angaben wahrscheinlich nicht vom Piloten, sondern vom Kopiloten. Das berichtete Airline-Chef Ahmad Jauhari Yahya am Montag. Mit Sicherheit könnten die Experten aber bisher nicht sagen, wer ins Bordmikrofon sprach.

"Alright, good night" (etwa: Alles klar, gute Nacht), war der letzte Funkspruch von Flug MH370, sagte der Airline-Chef. Er ging um 01.19 Uhr Ortszeit, rund 40 Minuten nach dem Start, an die malaysische Bodenkontrolle. Die Kontrolleure hatten den Piloten kurz zuvor mitgeteilt, dass sie in Kürze vietnamesischen Luftraum erreichen würden. Das letzte Signal des Kommunikationssystems ACARS an Bord war um 01.07 Uhr abgesetzt worden. Es hätte eine halbe Stunde später das nächste Signal senden müssen, wurde den Ermittlungen zufolge aber zwischenzeitlich vorsätzlich abgestellt.

NASA hilft bei Suche

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hilft bei der Suche nach dem verschwundenen Flug MH370. NASA-Chef Charles Bolden habe angeordnet, dass alle Möglichkeiten der Behörde, zur Suche beizutragen, geprüft werden sollten, sagte ein Sprecher der Behörde in Washington am Montag der Nachrichtenagentur dpa.

Daraufhin würden derzeit unter anderem Bilder ausgewertet, die von Satelliten und der Internationalen Raumstation ISS aufgenommen wurden. Objekte, die größer sind als 30 Meter, könnten darauf identifiziert werden. Alle relevanten Ergebnisse der Auswertungen werde die NASA weitergeben, sagte der Sprecher. Das Passagierflugzeug mit 239 Menschen an Bord war vor rund einer Woche auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschwunden. (APA, 17.3.2014)

  • Die Crew des US-Navy-Flugzeugs P-8A Poseidon assistiert bei Sucheinsätzen über dem Indischen Ozean.
    foto: reuters/us navy

    Die Crew des US-Navy-Flugzeugs P-8A Poseidon assistiert bei Sucheinsätzen über dem Indischen Ozean.

  • An dieser Stelle ging der Kontakt zum Flugzeug verloren.
    foto: reuters/edgar su

    An dieser Stelle ging der Kontakt zum Flugzeug verloren.

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