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Ein Semester im Ausland – „Der Mensch wächst mit seinen Herausforderungen“

17. März 2014, 16:06

Martin Priessner hat die TU Wien für ein Semester verlassen, um in Montreal zu studieren. Sprachbarrieren gab es für ihn – und viele neue Freunde.

„Ich rate jedem Studierenden, der eine internationale Karriere in der Forschung oder Industrie anstrebt, ein Auslandssemester zu machen“, sagt Martin Priessner. Er studiert an der TU Wien Technische Chemie im Master-Studium, interessierte sich schon als Kind für die Phänomene, die in der Natur auftreten, und dieses Interesse steigerte sich immer weiter. Er wurde ins TUtheTOP-Programm aufgenommen, das High Potential Programm der TU Wien, welches den aufgenommenen Studierenden die Möglichkeit bietet, über ein Jahr hinweg zwei oder mehrere große und angesehene Unternehmen im Zuge diverser Veranstaltungen kennenzulernen.“ Er nennt sich selbst einen strebsamen Studenten, und er mag es, gefordert zu werden. „Der Mensch wächst mit seinen Herausforderungen, sagt ein altes Sprichwort, und das kann ich nur bestätigen“, ist er überzeugt.

Ohne ein Wort Französisch zu sprechen

Erst wenn man das weiß, versteht man, warum er ausgerechnet in Montreal studieren wollte, im französisch-sprachigen Teil von Kanada – ohne die Sprache zu beherrschen. „Ich habe mich an der TU Wien für das TASSEP-Programm, das Trans Atlantic Science Student Exchange Program, beworben, welches zwei technischen Chemikern pro Jahr die Möglichkeit bietet, ein Auslandssemester in Nordamerika zu machen. Hierfür stehen einige Universitäten in Kanada und den USA zur Auswahl“, erklärt Martin Priessner. Die Université de Montréal hat er ausgewählt, weil „diese Universität laut Internet-Recherchen einen guten Ruf hat“, und weil es eine französischsprachige Universität ist. Die meisten seiner Bachelor-Prüfungen hatte er bereits abgeschlossen, als er sein Auslandssemester antrat, und wollte es daher „einerseits dafür nutzen, um praktische Erfahrung im Laborbetrieb einer Forschungsgruppe zu sammeln, und andererseits um mit Französisch eine neue Sprache zu lernen.“

In einem Studentenheim wohnte auch Martin Priessner. „Auf dem Gang, auf dem auch mein Zimmer lag, wohnte eine Französin, ein Amerikaner, ein Kenianer, ein Student von der Elfenbeinküste, zwei Chinesinnen, drei Kanadier und ein Iraker“, zählt Martin Priessner auf. „Das war nicht nur in meinem Gang, sondern im ganzen Studentenheim eine derartig große Durchmischung von Kulturen. Daher war eine weitere extreme Bereicherung meines Auslandssemesters in Montreal, dass ich Freundschaften zu Menschen in aller Welt schließen konnte und auch viel über deren Kultur und Denkweisen lernen durfte.“

Französisch und Nanopartikel-Fachwissen

Blieb die Sprachbarriere, die er zu überwinden hatte? „Da das gesamte Umfeld und auch alle anderen Studenten französisch gesprochen haben, war ich tagtäglich mit der Sprache konfrontiert. Um den Konversationen meiner Freunde folgen zu können, war ich sehr motiviert, viel im Selbststudium zu lernen und mein Französisch zu verbessern“, beschreibt Martin Priessner seinen Antrieb. „Das Erfolgserlebnis, einer ersten simplen Konversation folgen zu können und sich das erst Mal mit eigenen Worten in einer anderen, neu erlernten Sprache ausdrücken zu können, war eines der besten Erlebnisse, an die ich mich in meinem Auslandssemester erinnern kann.“

Am Ende seines Auslandssemester konnte er sich ganz normal auf Französisch unterhalten. Aber er lernte natürlich auch in seinem Studiengebiet Neues: „Ich habe praktische Erfahrung in der Nanopartikelanalytik gesammelt, ein Wahlpraktikum in einer Forschungsgruppe gemacht. Meine Aufgabe war es, die Größe von Nanopartikeln mit Hilfe einer HDC, der hydrodynamische Chromatographie-Kolonne, zu bestimmen und zu versuchen, ein Gemisch aus verschiedenen Nanopartikeln aufzutrennen.“ Ein Praktikum, das für ihn sehr bereichernd war, da er somit auch die praktischen Vorgehensweisen in der Analytischen Chemie kennenlernen konnte.

  • Artikelbild
    foto: martin priessner
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