Subaru Outback: Forst, Weinberg und retour

18. März 2014, 16:14
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Der Outback ist ein kerniger Naturbursch. Im Test tritt der 2,0-Liter-Dieselmotor mit 150 PS an

Ist das ein Van? Nein, so was baut Subaru nicht. Ein Kombi? Zu hoch. Ein SUV? Zu flach. Für solche Zweifelsfälle hat sich zuletzt der Begriff Crossover durchgesetzt (Rustikalkombi könnte man auch sagen). Obwohl: Das Prinzip Outback gab es schon lange vorher, und das zeugt vom Willen der sympathischen Nischenmarke zur Nonkonformität.

Im Design drohte die schrullige Sonderrolle zuletzt etwas in Richtung Allgemeingefälligkeit verwaschen zu werden, siehe XV - ein Trend, der den Outback nicht erfasst hat.

Extravaganz bleibt vollinhaltlich auch beim Motorenprogramm: Boxer und Diesel, da traut sich nicht mal Porsche drüber. Subaru schon, und die Europäer lieben diesen Selbstzünder. Nicht etwa, weil er der Leiseste wäre, nein, das kann man ihm nicht nachrühmen. Aber der bauartbedingte niedrige Schwerpunkt macht sich schon bemerkbar, und vor allem die Laufcharakteristik sowie der kraftvolle Antritt. Mit 8,4 l / 100 km Testverbrauch schlägt der Selbstzünder dann auch nicht über die Stränge, weder in Richtung Streber noch in Richtung Säufer.

Entspannt und komfortabel

Neu, und damit zum Getriebe, ist die CVT-Automatik. Stufenlos vom Prinzip, mit sieben synthetischen Schaltstufen hinterlegt in der Praxis. So fährt es sich entspannt und komfortabel. Und will man manuell eingreifen, so lässt sich dies per Schalthebel in der linken Position bewerkstelligen, oder man macht das über die Wippen im Volant, links runter, rechts rauf. Dann muss man die Hände gar nicht mehr vom Steuer nehmen. Komfortabel wirkt auch das Fahrwerk, ohne groß zum Wanken und Schwanken zu neigen.

Wo Subaru draufsteht, ist meist Allrad drin, so auch hier, schließlich wurde er dem Namen nach in der australischen Gstätten geboren. Ein Hardcore-Geländewagen ist der Outback damit (wie seine Konkurrenten, VW Passat Alltrack bis Volvo XC70) zwar keiner, will er auch gar nicht sein, aber ein bisserl was geht immer. Wald und Forst und Weinberg, Schotter, Gatsch: alles kein Problem.

Besonders löblich ist in dem Zusammenhang auch die Wendigkeit - mit dem Einschlag fährt der Outback fast um die Ecke. Man merkt, da haben die Ingenieure Routine.

Schlichte Sachlichkeit

Innen herrscht schlichte Sachlichkeit, Nüchternheit. Und wenn über der Mittelkonsole eine kleine Mulde angebracht ist, an deren Stirn Uhrzeit und Verbrauch angezeigt werden, so kehrt sich das auf der Motorhaube in einen Mugl um - die typische Lufthutze, die man von etlichen Subarus kennt. Weil: Gewöhnlich ist eh schon viel zu viel auf dieser Welt. (Andreas Stockinger, DER STANDARD, 14.3.2014)

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Subaru

Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

  • Der Subaru Outback als 2,0D mit CVT-Getriebe.
    foto: der standard/stockinger

    Der Subaru Outback als 2,0D mit CVT-Getriebe.

  • Der Outback übernimmt die Rolle des unauffälligen Auffälligen im hiesigen Straßenbild.
    foto: der standard/stockinger

    Der Outback übernimmt die Rolle des unauffälligen Auffälligen im hiesigen Straßenbild.

  • Der Innenraum präsentiert sich übersichtlich und sachlich.
    foto: der standard/stockinger

    Der Innenraum präsentiert sich übersichtlich und sachlich.

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    grafik: der standard
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