Google Play: Neue Version bringt Einstellungen für In-App-Käufe

17. März 2014, 13:36
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Mögliche Reaktion auf Klage - Rollout von Version 4.6.16 ist angelaufen

Android-Hersteller Google hat damit begonnen, ein Update für den Client seines Content-Marktplatzes Google Play auszuliefern. Die neue Version 4.6.16 bringt vor allem Änderungen hinsichtlich sogenannter In-App-Käufe. Diese werden oft bei Free2Play-Spielen eingesetzt und erlauben den Erwerb zusätzlicher Inhalte oder von Spielwährung über Mikrotransaktionen.

In-App-Käufe in Rechteliste und mit Passwortschutz

Werden in einem Programm In-App-Käufe angeboten, wird dies künftig als eigene Berechtigung geführt. Vor der Installation aus dem Play Store wird dies bei der Anzeige besagter Rechte aufgeführt und ist somit für den Nutzer bereits im Vorfeld erkennbar.

Neu ist auch, dass die für App-Käufe einrichtbare Passwortsperre – eine Transaktion muss mit dem Google-Passwort des jeweiligen Benutzerkontos abgesegnet werden – nun auch auf Zusatzinhalte ausgeweitet werden kann, berichtet Android Police. Dort kann das Installationspaket auch vorab bezogen werden.

Mögliche Reaktion auf Klage

Google sieht sich aktuell mit einer Sammelklage konfrontiert, in welcher dem Konzern vorgeworfen wird, hohe Umsätze über Kinder und Jugendliche zu erwirtschaften, die mit dem Nutzerkonto ihrer Eltern innerhalb von Apps unkontrolliert einkaufen könnten. Auch hier einen Kennwortschutz anzubieten, könnte als Reaktion darauf verstanden werden.

Zusätzlich ist künftig das 30-minütige Fenster, welches nach einer genehmigten Transaktion weitere Käufe ohne Passwort ermöglicht, auch abschaltbar. Mit einer Einblendung erfolgt nun auch ein Hinweis, auf die Existenz dieses Zeitraums.

Icon-Option nun mit richtiger Beschreibung

Neben Bugfixes beseitigt Google mit der Aktualisierung auch einen falsch beschriebenen Punkt im Einstellungsmenü. Die Option "Widgets automatisch hinzufügen" platzierte tatsächlich das Icon einer App am nächst verfügbaren freien Platz am Startbildschirm. Der Begriff "Widgets" wurde nun korrekterweise mit "Symbol" ersetzt.

Eine weitere Ergänzung ist die Möglichkeit, mehrere Programme bei der Wiederherstellung einer Sicherung schnell in einen Installationsqueue einzureihen.

Rollout

Da Google auf einen sogenannten "Staged Rollout" bei der Verteilung von Software-Aktualisierungen setzt, hat das Update in einer ersten Welle erst einen kleinen Prozentsatz der Nutzer erreicht. Bis alle mit dem neuen Play Store-Client versorgt sind, dürfte es einige Tage dauern. Wer zukünftige Play Store-Updates beschleunigen will, kann ab dieser Version manuell mit dem Antippen der Build-Version im Einstellungsmenü selbige auslösen. (gpi, derStandard.at, 17.03.2014)

  • Google Play 4.6.16 bringt eine Reihe an Änderungen mit.
    foto: derstandard.at

    Google Play 4.6.16 bringt eine Reihe an Änderungen mit.

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