Argentinien und Venezuela beklagen soziale Not durch Schuldendienst

22. August 2003, 13:03
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Kirchner: Nicht "Bedienung an sich unbezahlbarer Schulden vorgaukeln"

Buenos Aires - Die Präsidenten Argentiniens und Venezuelas, Nestor Kirchner und Hugo Chavez, haben die verheerenden sozialen Folgen der Auslandsschulden für ihre Laender kritisiert. "Man darf unsere Völker nicht länger zur Armut verurteilen, nur um die Bedienung an sich unbezahlbarer Schulden vorzugaukeln", sagte Kirchner am Dienstag bei einem Treffen mit Chavez in Buenos Aires. Argentinien gilt mit Verbindlichkeiten von bis zu 160 Milliarden Dollar (145 Mrd. Euro) als überschuldet und bedarf dringend einer Umschuldung.

Beide Staatschefs betonten die Notwendigkeit einer engeren regionalen Zusammenarbeit und unterzeichneten mehrere Wirtschafts- und Kooperationsabkommen. Der linkspopulistische Chavez hatte sich schon zuvor für die Abschaffung des Internationalen Währungsfonds (IWF) ausgesprochen. Zugleich prangerte er die "perversen Folgen der Globalisierung" an. An diesem Mittwoch wurde Chavez in Caracas zurückerwartet. (APA/dpa)

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    Hugo Chavez zu Besuch bei Nestor Kirchner

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