Rumsfeld sagt Kolumbien weitere Unterstützung zu

22. August 2003, 13:03
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Lob für Präsident Uribe im Kampf gegen Drogen - USA Hauptabnehmer des kolumbianischen Kokains

Bogota - US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat der kolumbianischen Regierung versprochen, sie in ihrem Kampf gegen Rauschgiftbanden, linke Rebellen sowie rechte Paramilitärs weiter zu unterstützen. Bei einem Kurzbesuch in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota hob Rumsfeld am Montagabend die Erfolge der Regierung von Präsident Alvaro Uribe bei der Bekämpfung der bewaffneten Gruppen und der Drogenschmuggler hervor. "Das ist ein globaler Krieg und nicht nur das Problem eines einzigen Landes, den Terrorismus zu bekämpfen. Wir sind stolz, den Kolumbianern in diesem Kampf zur Seite stehen zu können", sagte der US-Verteidigungsminister weiter.

Die USA haben dafür bereits Milliardenbeträge, Waffen und Ausbilder zur Verfügung gestellt. Bei einem Bombenanschlag der marxistischen Rebellengruppe Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (FARC) im Norden des Landes starben unterdessen mindestens zwei Soldaten.

Kurz zuvor hatte US-Präsident George W. Bush grünes Licht für die Wiederaufnahme der Anti-Drogenflüge zunächst in Kolumbien gegeben. Das grenzübergreifende Programm war im April 2001 nach dem versehentlichen Abschuss einer Passagiermaschine durch ein peruanisches Kampfflugzeug gestoppt worden. Das Programm sieht vor, dass Amerikaner den Luftraum überwachen und der kolumbianischen Luftwaffe verdächtige Flugzeuge melden. Mögliche Gegenmaßnahmen bis hin zum Abschuss solcher Maschinen sollen strikt den Kolumbianern vorbehalten bleiben. In Peru bedürfe es vor einer Wiederaufnahme der Flüge wegen des schlechteren Ausbildungsstandes der Luftwaffe und veralteter Technik noch einer längeren Vorbereitung, hieß es.

Kolumbien ist weltweit der größte Produzent von Kokain und eines der wichtigsten Herkunftsländer für Heroin. Der größte Teil der Drogen wird von Konsumenten in den USA gekauft. (APA/dpa)

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    Anti-Drogen Operation in Kolumbien 2001

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