Die blutigsten Zwischenfälle im Irak seit Anfang Mai

22. August 2003, 19:02
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Explosion in UNO-Hauptquartier schwerster Angriff seit Anschlag auf jordanische Botschaft

Bagdad - Auch wenn US-Präsident George W. Bush schon am 1. Mai das offizielle Ende der Hauptkampfhandlungen im Irak erklärt hat - das Blutvergießen ist noch lange nicht vorbei. Eine Zusammenfassung der schwersten Zwischenfälle, die das Land seither erschütterten.

24. Juni: Sechs britische Soldaten werden im schiitischen Süden des Landes getötet. Aufgebrachte Iraker hatten sich im Norden Basras ein regelrechtes Gefecht mit den Soldaten geliefert, nachdem diese Häuser mit Hunden durchsucht hatten.

30. Juni: Bei drei Explosionen in der westlich von Bagdad gelegenen Stadt Falluja sterben sechs Theologiestudenten und ein Imam, 15 andere Menschen werden verletzt. Das US-Zentralkommando (Centcom) weist die Schuld einem "Kurs zur Herstellung von Bomben" zu.

5. Juli: Bei der Detonation eines Sprengsatzes im zentralirakischen Ramadi sterben sieben Iraker, 40 weitere werden verletzt. Der Anschlag galt möglicherweise US-Dozenten, die das Ausbildungszentrum für irakische Soldaten eine halbe Stunde vor der Explosion verlassen hatten.

24. Juli: Drei Soldaten der 101. Luftlandedivision geraten südöstlich von Mossul in einen Hinterhalt und werden getötet.

26. Juli: Bei einem Granaten-Angriff werden in Baakuba, nordöstlich von Bagdad, drei US-Soldaten getötet, die vor einem Kinderkrankenhaus Wache standen.

7. August: Bei der Explosion einer Autobombe vor der jordanischen Botschaft in Bagdad kommen mindestens elf Menschen ums Leben, 57 werden verletzt.

17. August: Sechs irakische Gefangene sterben bei einem Angriff auf das Gefängnis von Abu Gharib, einem Vorort von Bagdad.

19. August: Bei einem Autobombenanschlag auf das UNO-Gebäude in Bagdad werden mindestens 14 Menschen getötet. Unter den rund 40 Verletzten befindet sich auch der UNO-Beauftragte für den Irak, Sergio Vieira de Mello. (APA)

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