Telekomgesetz in Kraft

22. August 2003, 12:00
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Neue Verordnung bringt Endkunden zahlreiche Vorteile - Virtuelle Mobilfunker dürfen in den Markt

Wien - Das neue Telekomgesetz (TKG), das die aktuellen EU-Richtlinien für Telekommärkte umsetzt, tritt am Mittwoch in Kraft. Dem Endkonsumenten bringt das neue TKG die Möglichkeit zur mobilen Rufnummernportabilität, den kostenlosen Einzelgesprächsnachweis per E-Mail oder Post und die kostenlose Tarifzonensperre für Mehrwertdienste (0900er-Nummern) einmal im Jahr.

Den Telekombetreibern erlaubt das neue TKG den Handel mit den Nutzungsrechten von GSM- und UMTS-Frequenzen, allerdings ist dazu eine Genehmigung des Regulators erforderlich. Demzufolge kann die spanische Telefónica, die ihre UMTS-Pläne in Österreich auf Eis gelegt hat, die Nutzungsrechte ihrer im November 2000 ersteigerten UMTS-Lizenz an Mitbewerber abtreten.

Da es mit dem neuen TKG keine Konzessionspflicht mehr gibt, können künftig auch so genannte virtuelle Mobilfunkbetreiber (MVNO) mit eigener Vorwahl auf dem Markt auftreten. Der Telekombetreiber Tele2 hatte in der Vergangenheit mehrere Male den Wunsch geäußert, in Österreich als virtueller Mobilfunkbetreiber starten zu wollen.

Telekom-Regulator Georg Serentschy sieht mit dem neuen TKG das Ende der "Holzhammerregulierung" angebrochen. (APA)

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