Geiseln in deutscher Obhut

21. August 2003, 20:09
posten

Bundeskanzler Gerhard Schröder begrüßt glimpflichen Ausgang des Dramas

Berlin - Die Sahara-Geiseln sind nach Angaben des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder gerettet. Sie seien in Mali in deutscher Obhut, habe ihm der deutsche Unterhändler Jürgen Chrobog telefonisch mitgeteilt, sagte Schröder am Dienstagabend in Berlin. Er begrüßte das glimpfliche Ende des seit sechs Monaten währenden Geiseldramas. Gleichzeitig bedankte er sich bei den Regierungen von Algerien und Mali und bot beiden Ländern Hilfe bei der Verfolgung der Entführer und beim Kampf gegen den Terrorismus an. Er schloss in seinen Dank auch deutsche Behörden ein.

"Keine Stellung zu finanziellen Fragen"

Zu den Umständen der Freilassung und der Lösegeldzahlung sagte Schröder nichts. "Die Bundesregierung nimmt zu solchen Fragen aus guten Gründen keine Stellung", sagte der Kanzler. Er appellierte an die Deutschen, ihre Reisen ins Ausland sorgfältiger zu planen, Reisehinweise des Auswärtigen Amts zu beachten und Risiken zu vermeiden. Weiter wolle er dazu nichts sagen. Der Zeitpunkt sei für weiter gehende Diskussionen ungeeignet. Zuvor hatte es Forderungen gegeben, Rettungsaktionen der Regierung im Ausland zum Teil von den Opfern bezahlen zu lassen. (APA/AP)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Diese Bundeswehr-Maschine bringt die Geiseln vom Flughafen in Bamako nach Deutschland.

Share if you care.