Palästinensische Journalisten ehren getöteten Reuters-Kameramann

29. August 2003, 15:44
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Unabhängige Untersuchung von Tod ihres Landsmanns gefordert

Palästinensische Journalisten haben dem von US-Soldaten in Irak getöteten Kameramann der Nachrichtenagentur Reuters die letzte Ehre erwiesen und zugleich eine unabhängige Untersuchung seines Todes gefordert. Empört über den Tod ihres Landsmanns Masen Dana trugen sie einen mit einer Palästinenserfahne bedeckten leeren Sarg durch das Stadtzentrum von Gaza und verurteilten die USA mit Parolen wie: "Morde an Journalisten sind eine Schande für die amerikanische Demokratie."

Die palästinensische Journalistenvereinigung verlangte in einer Erklärung eine unabhängige Untersuchung des Todes ihres aus der Stadt Hebron im Westjordanland stammenden Kollegen. Sie vertrauten einer Untersuchung unter US-Leitung nicht, hieß es darin. Der Kameramann sollte am Mittwoch in seiner Heimatstadt beerdigt werden.

Der Vater von vier Kindern war am Sonntag bei Dreharbeiten vor einem Gefängnis westlich von Bagdad erschossen worden (etat.at berichtete). Der 43-jährige Masen arbeitete seit rund vier Jahren für Reuters, insbesondere in Hebron. Die tödlichen Schüsse trafen ihn einen Tag vor der geplanten Rückkehr in sein angestammtes Arbeitsgebiet. (APA/AFP)

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