Kostensenkung am Medikamenten-Sektor gefordert

22. August 2003, 14:46
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Hauptverband der Sozialversicherungsträger fordert Senkung der Handelsspannen für Apotheken sowie für Arzneimittel-Großhändler

Alpbach/Wien - Der Sprecher der Geschäftsführung im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Josef Kandlhofer, drängt auf eine Kostensenkung am Medikamente-Sektor. Durch die steigenden Ausgaben gerate Österreich wie alle anderen Industrienationen zunehmend unter Druck. Deshalb fordere der Hauptverband eine Senkung der Handelsspannen für Apotheken sowie für Arzneimittel-Großhändler auf ein europäischen Niveau, so Kandlhofer bei seiner Rede am Dienstag im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach.

Aktionen nicht nur im Pharma-Bereich

Allerdings will der Hauptverbands-Chef nicht nur im Pharma-Bereich Aktionen setzen. Ihn stört, dass der tatsächliche Behandlungsablauf häufig vom zufälligen Eintrittsort des Patienten in das System und nicht von den Notwendigkeiten der Behandlungen und den Patientenbedürfnissen bestimmt sei. Die Zusammenfassung der Finanzierung für den gesamten Gesundheitsbereich in einer Hand sei somit ein wesentlicher Fortschritt, der die Voraussetzung für weitere Reformmaßnahmen darstelle.

Technologische Ausgaben steigen im Gesundheitswesen massiv

Zu bedenken gab Kandlhofer weiters, dass die technologischen Ausgabensteigerungen im Gesundheitswesen immer massiver würden. Gebe es weiter eine entsprechende Entwicklung, dürfte die Medizin-Technologie weit höhere Kostensteigerungen verursachen als etwa die demografische Alterung. Um dem entgegenwirken zu können, spricht sich der Geschäftsführer dafür aus, das Angebot unter kritischer Berücksichtigung des aktuellen Erkenntnisstandes zu prüfen. (APA)

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