Baubeginn für Mozart-Haus blockiert

20. August 2003, 19:33
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Zeitplan soll dennoch eingehalten werden

Salzburg - Beim Umbau des Kleinen Festspielhauses zu einem "Haus für Mozart" in Salzburg kommt es erneut zu Verzögerungen: Die zweitgereihte Baufirma Porr/Hinteregger hat beim Bundesvergabeamt in Wien Einspruch gegen die Vergabe der Bauaufträge an die Salzburger Firma Kreuzberger eingelegt. Das Vergabeamt hat Dienstag dem Antrag von Porr/Hinteregger auf Erlassung einer Einstweiligen Verfügung stattgegeben, teilte die Landeskorrespondenz mit. Der Baubeginn wird dadurch zumindest einige Wochen verzögert.

Nachprüfung

Das Bundesvergabeamt begründete die Entscheidung damit, dass die Interessen eines möglicherweise übergangenen Bieters an der Gewährleistung eines effektiven Vergaberechtsschutzes vor die Interessen der Auftraggeberin zu setzen sind. Für die Dauer der Nachprüfung wurde die Zuschlagserteilung ausgesetzt. Das bedeutet, dass der für 15. September geplante Baubeginn um einige Wochen verzögert wird. Das Bundesvergabeamt hält im Hinblick auf den Fertigstellungstermin 31. März 2006 ein Aufholen durch entsprechende organisatorische Maßnahmen "für vorstellbar".

Die Geschäftsführerin der Haus für Mozart GmbH, Anna Hofstätter, ist zuversichtlich, dass der Bauzeitplan dennoch eingehalten werden kann. "Es handelt sich ja nur um wenige Wochen Verzögerung", so Hofstätter zur APA. Vom insgesamt zu vergebenden Auftragsvolumen in Höhe von ca. 18 Millionen Euro seien nur 6,1 Millionen Euro nicht vergeben werden. Für den überwiegenden Teil, nämlich zwei Drittel, wurden die Zuschläge erteilt.

(APA)

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