Konsequenzen nach Klagenfurter Salmonellen-Epidemie

21. August 2003, 14:17
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Stadt kündigte Pachtvertrag mit Betrieben

Die Stadt Klagenfurt hat nach der vom Strandbad-Restaurant ausgegangenen Salmonellen-Epidemie weitere Konsequenzen gezogen. Am Dienstag wurde über Vorschlag von Bürgermeister Harald Scheucher (V) für zwei Betriebe des Restaurant-Pächters Leopold Tischler das Kündigungsverfahren eingeleitet.

Scheucher teilte dem Stadtsenat fest, dass er die Verträge für den Pavillon am Lotusteich im Europapark und jene Fläche des Sitzgartens beim Bootshaus, die sich am Mettnitzstrand befindet, kündigen wolle. Beide Objekte befinden sich zum Unterschied zum Restaurant (es gehört der Stadtwerke AG) im Eigentum der Stadt.

Zustimmung

Von Vizebürgermeister Ewald Wiedenbauer und Stadträtin Maria-Luise Mathiaschitz-Tschabuschnig (S) gab es einhellige Zustimmung. Beide stellten fest, dass es darum geht, zu zeigen, dass die Stadt solche Vorfälle nicht duldet. Stadtrat Christian Scheider (F) erklärte, dass man die Pflicht habe, Handlungen zu setzen. Noch während der Senatssitzung gab Bürgermeister Harald Scheucher den Auftrag das Verfahren zur Vertragsauflösung einzuleiten.

Für die Stadtwerke AG kommt eine Kündigung des Pachtvertrages während der Saison nicht in Frage. Es werde jedoch im Herbst zu einer Neuausschreibung kommen, teilte Vorstand Rudolf Peck in der vergangenen Woche mit. Auf dem Strandbadgelände gibt es inzwischen neben dem Restaurant Tischler noch eine Würstelbude und einen Eisstand, welche von anderen Unternehmen betrieben werden.

117 Personen mit Salmonellen-Erreger

Am 15. Juli d.J. waren drei Salmonellen-Erkrankungen nach dem Genuss von Fleischsalat im Strandbad-Restaurant bekannt geworden. Sie breiteten sich zu einer Epidemie aus, weil schließlich insgesamt 117 Personen - darunter 30 Mitarbeiter des Restaurants - den Erreger aufwiesen. Salmonellen wurden auch in im Restaurant sichergestellten Lebensmittelproben nachgewiesen. (APA)

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