Technologie im Kinderzimmer

29. August 2003, 12:14
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Fast jedes zweite Kind in Österreich hat ein TV-Gerät im Kinderzimmer - jedes dritte einen PC

Kinder zwischen 6 und 14 Jahren, die im Osten Österreichs leben, sind wahre "Netzwerkkinder". Zu diesem Schluss kommt die mobilkom austria Jugend-Studie, durchgeführt von Sensor Marktforschung. 200 Kinder und Jugendliche aus ganz Österreich wurden im Mai und Juni 2003 in persönlichen Gesprächen zu ihrer Technologieausstattung befragt.

Das Ergebnis: 60 Prozent der Wiener Kinder beziehungsweise 65 Prozent der in Niederösterreich lebenden Kinder haben ein TV-Gerät im Kinderzimmer. In Tirol und Vorarlberg steht in jedem zweiten Kinderzimmer ein TV-Apparat. Den geringsten Wert weisen die Bundesländer Kärnten, Steiermark, Oberösterreich und Salzburg auf, wo im Durchschnitt 27 Prozent der Kids in ihrem Zimmer fernsehen können. Der Österreich-Durchschnitt liegt bei 45 Prozent.

Computer im Kinderzimmer

In Wien haben mit 38 Prozent die meisten Kinder und Jugendlichen einen PC im eigenen Zimmer, in Vorarlberg/Tirol mit 10 Prozent die wenigsten. Den insgesamt besten PC-Zugang - allerdings nur zum Teil im eigenen Zimmer - haben Netzwerkkinder in Salzburg und Oberösterreich: in 96 Prozent aller Haushalte in diesen beiden Bundesländern ist ein Computer verfügbar, auf den die Kinder zugreifen können. 29 Prozent von ihnen haben den PC vom Wohn- ins Kinderzimmer transportiert. 28 Prozent der Kinder Niederösterreichs beziehungsweise Burgenlands und 24 Prozent der jungen Steirer beziehungweise Kärntner bedienen einen Rechner vom Kinderzimmer aus. Im Österreich-Durchschnitt hat fast jedes dritte Kind (29 Prozent) einen Computer im eigenen Zimmer stehen; 59 Prozent teilen ihn mit den Eltern. Nur 12 Prozent der Kids haben überhaupt keinen PC zu Hause.

Handy - das Tool der "Netzwerkinder"

Für die mobilkom austria Jugend-Studie untersuchte Sensor Marktforschung auch den Handybesitz der Kinder Österreichs: 49 Prozent der 6- bis 10-Jährigen haben ein eigenes Handy, bei den 11- bis 14-Jährigen sind es über 90 Prozent. Die Handyrechnung zahlen für die Jüngeren zum überwiegenden Teil die Eltern, nämlich 82 Prozent. Bei den Jugendlichen ab 11 Jahren ist das Handy auch eine Maßnahme, um mit Geld umgehen zu lernen: Mehr als ein Drittel der Kids teilen die Rechnung mit den Eltern (37 Prozent), 27 Prozent zahlen die Rechnung selbst. (pte)

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