Britische Filmindustrie nimmt Kampf gegen Piraterie auf

24. August 2003, 09:59
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Anti-Piracy Taskforce in Zusammenarbeit mit dem Kultur-Ministerium

Die britische Filmindustrie filmcouncil.org und das Ministerium für Kultur, Medien und Sport werden gemeinsam gegen Film-Piraten vorgehen. Das berichtete BBC. Der Verkauf von illegalen Videos und DVDs ist ein wachsendes Problem und ist im vergangenen Jahr um 80 Prozent gestiegen, so die Federation Against Copyright Theft (FACT). Bereits jedes dritte von zehn verkauften Videos ist FACT zufolge illegal. Insgesamt hat Film-Piraterie der britischen Filmindustrie in den vergangenen zwölf Monaten 400 Mio. Pfund (568,4 Mio. Euro) gekostet, 50.000 Jobs in der Filmindustrie sind davon direkt betroffen.

"Tomb Raider 2" und "Terminator 3"

Illegale Kopien von Blockbustern wie "Tomb Raider 2", "Terminator 3" und "Pirates of the Caribbean" sind bereits vor der Veröffentlichung im Kino zu kaufen gewesen. So wurden beispielsweise "Tomb Raider 2"-DVDs für fünf Pfund in der Oxford Street in London verkauft. "Die Qualität war sehr schlecht und es gab zumindest in den ersten fünf Minuten keinen Ton", so ein Sprecher des UK Film Councils.

Weitere Untersuchungen

Die Anti-Piracy Taskforce wird die Ausmaße des Problems weiter untersuchen und Lösungen vorschlagen. Dabei wird sie vom Kulturministerium, Film-Produzenten und-Vertreibern, Kinobesitzern sowie Schauspielern unterstützt. "Illegales Produzieren und Vertreiben bedroht die Zukunft britischer Film-Produktion", so John Woodward, Chief Executive vom UK Film Council. "Fans, die Raubkopien kaufen, zahlen nicht nur für schlechte Qualität, sondern geben ihr Geld direkt in die Hände von organisierten Kriminellen", so Woodward weiter.(pte)

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