Biber retten Fische und Krebse

22. August 2003, 11:29
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Dammbauten der Nager bewässern ausgedörrte Aulandschaften

Salzburg - Die Hitzeperiode der vergangenen Wochen hat nicht nur landwirtschaftlich genutzte Wiesen und Äcker verdorren lassen, auch so mancher Bach, so mancher Wassergraben ist ausgetrocknet. In vielen Aulandschaften sind nur noch kleine Wassertümpel und Gumpen übrig geblieben. Fische, Muscheln, Krebse und andere aufs Wasser angewiesene Tiere kämpfen ums Überleben. Ihnen droht der Tod durch Ersticken oder Austrocknen.

In dieser Situation erweise sich der Biber für viele Tierarten oft als Lebensretter, so Hannes Augustin vom Salzburger Naturschutzbund. "Mittels Dammbautätigkeit im Bach versuchen die Biber ihren Lebensraum zu verbessern, Wasser zurückzustauen, den Wasserspiegel etwas anzuheben und somit das lebenswichtige Wasser länger in der Landschaft zu halten", erläutert Augustin.

Mit den Dammbauten in den Auen trügen die größten heimischen Nagetiere, die - nach ihrer Ausrottung im 19. Jahrhundert - seit Anfang der 80er-Jahre auch wieder in Salzburg anwesend sind, ausgesprochen positiv zur Bewältigung der Hitzeperiode bei.

Augustin appelliert daher, die von den Bibern errichteten Stauwerke nicht mutwillig zu zerstören. Erst vergangene Woche hatte der Naturschutzbund im Natura-2000-Gebiet Salzachauen wieder einen brutal aufgerissenen Biberdamm entdeckt. (neu/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 19. 8. 2003)

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