Mexikanische Regierung fürchtet Krawalle bei WTO-Konferenz

20. August 2003, 13:08
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Liste potenzieller Unruhestifter ergestellt - 1.500 zusätzliche Polizisten bei Ministertreffen iun Cancun

Mexiko-Stadt - Die mexikanische Regierung befürchtet gewalttätige Proteste bei der Ministertagung der Welthandelsorganisation (WTO) im September im Karibik-Badeort Cancun. Wie die Zeitung "Reforma" am Montag berichtete, haben die Behörden bereits eine Liste mit potenziellen Unruhestiftern aus dem In- und Ausland zusammen gestellt. 1.500 zusätzliche Polizisten sollten den ungestörten Ablauf der Konferenz garantieren.

In Cancun treffen sich vom 10. bis zum 14. September Minister aus den 146 WTO-Staaten, um über den Abbau von Handelsschranken und Agrarsubventionen sowie über den erleichterten Zugang von Entwicklungsländern zu Nachahmer-Medikamenten zu beraten. Bereits in der vorigen Woche hatten mexikanische Globalisierungsgegner ihre Absicht bekundet, das Gipfeltreffen zu sprengen und Cancun "in ein zweites Seattle" zu verwandeln. In Seattle (US-Staat Washington) war 1999 ein WTO-Gipfel wegen Krawallen abgebrochen worden. (APA/dpa)

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