Neue Form der Vorsorgeuntersuchung kommt schon 2004

20. August 2003, 14:18
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Hauptverband reagiert auf Forderung von Staatssekretär Waneck: Persönliches Risikoprofil und Lebensstilberatung geplant

Wien - Bereits kommendes Jahr soll es eine völlig neue Form der Vorsorgeuntersuchung geben. Das kündigte der Sprecher des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, Josef Kandlhofer, am Montag an. Er reagierte damit auf die Forderung von Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck (FP), die "antiquierte" derzeitige Gesundenuntersuchung zu reformieren und zu erweitern.

Mit der modernisierten Vorsorgeuntersuchung sollen "Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Darmkrebs, Gebärmutter- und Brustkrebs sowie erhöhte Blutzuckerwerte" erkannt oder verhindert werden, so Kandlhofer. Für jeden Untersuchten werde ein "Risikoprofil" erstellt, Beratungsgespräche sollen Bewusstsein schaffen und Lebensstiländerungen unterstützen.

Begrüßt wird die Modernisierung der Vorsorgeuntersuchung auch von Ärztekammer, SPÖ und Grünen. Ärztekammerpräsident Reiner Brettenthaler fordert vor allem alters- und geschlechtsspezifische Schwerpunkte bei den Tests. Zudem sei eine Aufklärungskampagne unumgänglich, um die geringe Teilnahmerate am "international vorbildlichen Vorsorgeklassiker" zu steigern. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 19.8.2003)

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